zur Navigation springen

Ausgelernt mit der Traumnote 1,0 : Die besten Absolventen des Kreisberufsschuljahrgangs geehrt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Freude an den Kreisberufsschulen in Pinneberg und Elmshorn. Ehrung für die fünf besten Absolventen des Pinneberger Kreisberufsschul-Jahrgangs 2015. Keiner von ihnen ist derzeit auf Arbeitssuche.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Für sie hat sich der Fleiß ausgezahlt: Im schulischen Teil ihrer Abschlussprüfung erhielten der Maurer Valon Ahmeti, der Feinwerkmechaniker mit Schwerpunkt Werkzeuge Matthias Brandt, der Einzelhandelskaufmann Morten Schmidt, der Zimmermann Tim Fölster sowie die Verwaltungsfachangestellte Miray Yildiz die Traumnote 1,0. Diese Leistung belohnte Ulrich Krause, Leiter der Kreisberufsschule in Pinneberg, an der die fünf Absolventen Schüler waren, am Montagabend mit einer Urkunde sowie einem Kino-Gutschein für zwei Personen.

„Wir brauchen solche Vorbilder wie Sie“, sagte Krause zu den fünf Absolventen. Denn diese hätten nicht nur mit Noten, sondern auch mit ihrem Verhalten im Unterricht einen guten Eindruck hinterlassen. Dies sei eine gute Werbung für das duale Ausbildungssystem, das einen guten Grundstein für eine erfolgreiche Berufslaufbahn lege. „Es wird prognostiziert, dass dem Kreis Pinneberg im Jahr 2030 bereits 10  000 Fachkräfte fehlen“, sagte Krause. Ein Großteil davon in klassischen Ausbildungsberufen, die man in Betrieben und Berufsschulen lerne. Die Perspektive für die ehemaligen Berufsschüler sei also sehr gut.

Dies wurde auch im Gespräch mit den Absolventen deutlich: Keiner von ihnen befindet sich derzeit auf Stellensuche. Brandt, der bei OKE Werkzeugtechnik in Tornesch zum Feinwerkmechaniker ausgebildet wurde, wird weiterhin bei seinem Ausbildungsbetrieb arbeiten. „In der Branche ist es nicht leicht, gute Mitarbeiter zu finden“, sagte sein Ausbilder Andreas Peter. Allerdings boome die Branche bei den Auszubildenden derzeit. „Wir haben in diesem Jahr 90 Schüler“, sagte Berufsschullehrer Christian Cordts, das seien so viele wie noch nie. Allerdings fehlten jetzt die passenden Lehrer.

Studium und Lehre miteinander verbunden

Auch Zimmermann Fölster wird weiterhin in seinem Ausbildungsbetrieb, C. H. Maack in Tornesch, arbeiten, allerdings als Student. Denn er hat sich für das Modell „StudiLe“ der Fachhochschule Lübeck entschieden. Dabei absolviert er zeitgleich zu seiner Lehre ein Studium des Bauingenieurwesens, bei dem er derzeit im fünften Semester ist. Einer seiner ehemaligen Berufsschullehrer berichtete, dass Fölster der erste Auszubildende gewesen sei, der sich getraut habe, auf der Freisprechungsfeier vor mehr als 200 Menschen eine Rede zu halten.

Einzelhandelskaufmann Schmidt strebt ebenfalls eine Weiterbildung an. Er hat seinen Beruf bei Edeka Volker Klein in Wedel gelernt. Jetzt arbeite er zunächst bei einem Edeka auf Föhr, denn auf der Insel ist er aufgewachsen. Allerdings läuft seine nächste Bewerbung bereits: Schmidt möchte am Junioren-Aufstiegsprogramm der Edeka in Hamburg teilnehmen. Dieses bereitet Berufseinsteiger darauf vor, später Marktleiter zu werden, sagte seine ehemalige Vorgesetzte Anja Klein.

Maurer-Geselle Ahmeti hat seinen Ausbildungsbetrieb, Sommer und Söhne in Horst, vorläufig verlassen, obwohl es ihm dort sehr gut gefallen habe, wie er sagte. Insbesondere dass so viele Kollegen bereits seit mehr als 20 Jahren dort arbeiteten, habe ihm gefallen. „Herr Ahmeti hat bereits bei seinem Bewerbungsgespräch gesagt, dass er sich nach der Lehre gern weiter fortbilden würde“, berichtete sein ehemaliger Chef Lars Sommer. Sommer habe Ahmeti dennoch eingestellt: „Das ist eine Investition ins Handwerk gewesen.“ Sollte Ahmeti nach seiner Meisterprüfung wieder zurück in das Unternehmen kommen wollen, stünden ihm die Türen offen, versicherte Sommer.

Miray Yildiz hat ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Norderstedt absolviert. „Ich habe die Ausbildung erst mit 28 Jahren angefangen“, berichtete die junge Frau. Denn als alleinerziehende Mutter sei es schwierig gewesen, in ihrem vorherigen Beruf als Fremdsprachensekretärin tätig zu sein. Deshalb habe sie sich zu einer zweiten Ausbildung entschlossen, und wäre von der Stadt Norderstedt auch übernommen worden, wie Maike Ravn von der Stadtverwaltung versicherte. Yildiz entschied sich aber dagegen: „Ich wohne in Hamburg und habe dort eine Stelle bei der Innenbehörde gefunden.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen