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Vernissage in Pinneberg : „Die Befragung des Raumes“ in der Drostei

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kritik als Bestätigung - Ausstellung noch bis zum 29. März in der Stadt.

Pinneberg | „Als wir die Außenskulptur aufgestellt hatten, haben wir für Aufsehen gesorgt“, sagte Stefanie Fricke, künstlerische Leiterin, gestern bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Befragung des Raumes – Skulptur und Zeichnung“ von Jörg Plickat. Neben Lob und anregenden Gesprächen hätten die beiden Skulpturen „Dialogue“ und „Divided World“, die vor und hinter der Drostei für jeden zu sehen sind, auch Kritik hervorgerufen. „Diese hat mich darin bestätigt, die beiden Skulpturen vor einem der wichtigsten Bauwerke im Kreis Pinneberg aufzustellen“, sagte Fricke, die darauf hofft, dass sich die Pinneberger intensiv mit der Kunst auseinandersetzen. Denn die Werke von Plickat werden weltweit ausgestellt – aus 30  000 Bewerbern wurde er 2008 ausgewählt, um eine Skulptur für den Olympiapark in Peking zu erschaffen. „Lieber Jörg, ich kann dir nur danken, dass du für die Ausstellung Pinneberg gewählt hast und nicht Sidney oder einen anderen Ort, der die Ausstellung sicherlich auch gern präsentiert hätte“, freute sich Fricke. Eine Bitte richtete sie an die Kunstliebhaber in der sehr gut besuchten Drostei: „Es fehlt noch eine Beleuchtung für den Außenbereich. Vielleicht ist ja jemand unter ihnen, der uns da unter die Arme greifen möchte.“ Einen besonderen Dank richtete die künstlerische Leiterin an Bürgermeisterin Urte Steinberg und die Stadtverwaltung für die unbürokratisch logistische Hilfe.

„Ich freue mich, dass wir erstmals Skulpturen von internationalem Rang in, vor und hinter der Drostei präsentieren können“, sagte Burkhard Tiemann, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Landdrostei. „Es ist keine Ausstellung zum Denken, sondern zum Nachdenken“, sagte Professor Harald Falckenberg. Der Jurist und Unternehmer, dessen Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst laut Fachzeitschrift Artnews zu den „200 Besten der Welt“ zählt, hielt die Laudatio. „Wie hast du es eigentlich geschafft, auf der ganzen Welt so erfolgreich zu sein?“, fragte er den Künstler und lieferte die Antwort selbst: „Es ist das Material Stahl, das auf der ganzen Welt genutzt wird.“ Musikalisch wurde die Vernissage von Cello-Solist Arne-Christian Pelz von den Hamburger Symphonikern begleitet. Die Ausstellung kann bis zum 29. März in der Drostei, Dingstätte 23, besucht werden.

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erstellt am 09.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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