Pinneberg : Die Baumpark-Vision wird Wirklichkeit

Alle im Einsatz für mehr Grün: Frank Schoppa (v. r.), Vorsitzender des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland, Landschaftsarchitekt Wolfram Munder, Uta Herrnring-Vollmer vom Verein Naherholung im Umland Hamburg, Klaus Stieghorst, Fachdienstleiter Stadtentwicklung, Bürgermeisterin Urte Steinberg, Barbara Engelschall vom Verein Regionalpark Welder Au und Katja Oldenburg vom Fachdienst Stadt und Landschaftsplanung.
Alle im Einsatz für mehr Grün: Frank Schoppa (v. r.), Vorsitzender des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland, Landschaftsarchitekt Wolfram Munder, Uta Herrnring-Vollmer vom Verein Naherholung im Umland Hamburg, Klaus Stieghorst, Fachdienstleiter Stadtentwicklung, Bürgermeisterin Urte Steinberg, Barbara Engelschall vom Verein Regionalpark Welder Au und Katja Oldenburg vom Fachdienst Stadt und Landschaftsplanung.

Spatenstich für Pinnebergs neue Grünanlage im September. Arbeitskreis realisiert 100 000-Euro-Projekt durch Spenden.

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20. Mai 2015, 15:30 Uhr

Pinneberg | Pinnebergs Baumpark: Er soll ein Ort der Erholung und ein Ort der Bildung werden. „Ein Park, der seinesgleichen sucht“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg stolz und ist froh, nun verkünden zu können: „Aus Vision wird bald Wirklichkeit.“

Neben der Parkstadt Eggerstedt wird auf 5000 Quadratmetern eine Anlage mit allen Bäumen des Jahres, die seit 1989 gekürt werden, entstehen. „Grün eingebettet in Grün“, sagt Steinberg. Denn der Park wird zum Entrée des Regionalparks Wedeler Au. Auf der anderen Seite grenzt er an den Wald Klövensteen. Auch eine Radroute des Regionalparks führt entlang der Fläche. „Er spielt auch überegional eine Rolle“, sagt Katja Oldenburg vom Fachdienst Stadt- und Landschaftsplanung.

Spatenstich ist im September. Ermöglicht habe das ein Arbeitskreis aus der städtischen Verwaltung Pinneberg, der Verein „Regionalpark Wedeler Au“, der Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland sowie der Landschaftsarchitekt Wolfram Munder vom Büro Munder und Erzepky. „Bäume sind unverzichtbar für eine lebenswerte Umwelt. Wir setzen uns für kommunales Grün ein und wollen beweisen, dass es mit einem starken Netzwerk möglich wird, auch größere Grünprojekte zu realisieren“, sagt Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland und Geschäftsführer des Baumschulverbandes Schleswig-Holstein.

Schüler übernehmen Patenschaft

Insgesamt 26 Bäume gibt es seit Bestehen der Aktion „Baum des Jahres“. Bisher sind darunter zum Beispiel die Eberesche, die Stiel-Eiche, der Holzapfel und die Schwarz-Erle. Die Pflanzen haben alle unterschiedliche Bedürfnisse an Boden, Licht und Bewässerung. „Deswegen werden die Bäume entsprechend ihrer natürlichen Lebensbereiche einander zugeordnet“, sagt Landschaftsarchitekt Munder. Die Wege seien außerdem barrierefrei geplant, auf den Flächen soll teilweise eine Wildwiese entstehen. Eröffnet werden soll der Park zum „Tag des Baumes“ am 25. April 2016. Dann wird der 27. Baum gepflanzt. Für 20 Bäume hat die Stadt Pinneberg die Patenschaft übernommen.

Besonderes Highlight für Besucher: An den Bäumen werden Plaketten mit QR-Codes befestigt. „Besucher können dann mit ihrem Smartphone Infos zu den Baumarten abrufen“ sagt Barbara Engelschall vom Regionalpark-Verein. „Die Infos wollen wir gemeinsam mit den Schülern der Theodor-Heuss-Schule (THS) entwickeln“, sagt Engelschall. Ein Konzept für die Pflege der Anlage gibt es auch schon: Der Kleingärtnerverein Pinneberg, Anlage Hasenmoor, sowie die Pinneberger Grund- und Gemeinschaftsschule und die THS übernehmen die Patenschaft für den Baumpark.

Etwa 75 Prozent der Kosten in Höhe von 100.000 Euro sind bereits durch Spenden zusammengekommen. Der Arbeitskreis ist über jede weitere Spende dankbar. Wer Interesse hat, wendet sich an den Regionalpark Wedeler Au. Alle Sponsoren sollen auf einer Tafel am Park-Eingang genannt werden.

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