Pinneberg/Halstenbek : Die Bahn baut Lärmschutzwände

Die Bauarbeiten für die neuen Lärmschutzwände in Pinneberg und Halstenbek beginnen am Freitag. Anwohner und Bahnkunden müssen während der Bauarbeiten mit Einschränkungen rechnen.

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07. Januar 2015, 14:00 Uhr

Pinneberg/Halstenbek | Die Deutsche Bahn erstellt im Zuge des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ ab Januar auf der Strecke Hamburg Kiel in Halstenbek eine Lärmschutzwand mit einer Länge von 540 Metern. Auch in Pinneberg entstehen Lärmschutzwände mit einer Länge von 936 und 644 Metern.

Für die Fundamente der Wände werden nach Information des Verkehrsunternehmens Stahlprofile in den Bahndamm eingebracht. Diese Arbeiten finden im Bereich des Halstenbeker Bogenweg von Freitag, 9. Januar, bis Montag, 9. Februar, statt. Die dortigen Lärmschutzwände sollen im kommenden Sommer fertig sein. Ebenfalls vom 9. Januar bis 9. Februar dauern die Arbeiten im Bereich der Halstenbeker Straße in Pinneberg an. Von Montag, 12. Januar, bis Freitag, 6. Februar, wird im im Bereich Rethwiese gearbeitet. „Aufgrund der tagsüber dichten Zugfolge auf der Strecke muss teilweise auch nachts gearbeitet werden“, erläuterte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Zahlreiche Züge der Verbindung Hamburg Hauptbahnhof–Flensburg fallen laut Bahn zwischen Hauptbahnhof und Neumünster aus. Wer nach Neumünster möchte, kann auf die Verbindung Hamburg Hauptbahnhof–Kiel Hauptbahnhof ausweichen. Zudem verspäteten sich auf der gesamten Strecke zahlreiche Züge um bis zu 20 Minuten. „Wir bitten Reisende, die Änderungen bei ihren Reiseplanungen zu berücksichtigen“, sagte Meyer-Lovis. Über Lautsprecheransagen und Aushänge auf den Bahnhöfen werden die Fahrgäste über die Ersatzverbindungen mit Bussen sowie über die geänderten Fahrzeiten informiert.

Für den Bau der Lärmschutzwände werden laut Meyer-Lovis moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem ließen sich Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an den Wochenenden nicht vermeiden. Zudem warnten Signalhörner die Arbeiter im Gleisbereich vor herannahenden Zügen. „Die Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert und sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst“, betonte der Bahn-Sprecher.

Detaillierte Informationen zu den Fahrzeiten erhalten Reisende im Internet unter: www.bahn.de/bauarbeiten.

Nach Fertigstellung der Schallschutzwände werde sich der Lärm durch die vorbeifahrenden Züge deutlich verringern, versprach Meyer-Lovis. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Zusätzlich zu den Lärmschutzwänden kommen in zirka 84 Wohnungen passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz. Dabei handele es sich beispielsweise um den Einbau von Schallschutzfenstern und von Lüftern.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit 2007 stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist eine Erhöhung der Mittel festgehalten. Nach dem Haushaltsentwurf sind ab 2014 120 Millionen Euro vorgesehen. Dazu kommen 40 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm Lärmschutz Schiene für die Jahre 2013 und 2014, die im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms II des Bundes zur Minderung des Lärms an Brennpunkten bereitgestellt werden. „Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes“, betonte Bahnsprecher Meyer-Lovis. Die DB ProjektBau GmbH sei mit der Realisierung beauftragt

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