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Kreis Pinneberg : Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Arbeitslosenzahl geht im März im Kreis Pinneberg saisonal weiter zurück.

von
erstellt am 01.Apr.2017 | 15:00 Uhr

Elmshorn | So niedrig wie im März dieses Jahres waren die Arbeitslosenzahlen bundesweit seit 26 Jahren nicht. Im Kreis Pinneberg waren die Zahlen seit März 1993 – mit damals 8190 Arbeitslosen – nicht niedriger. Die Zahl der Arbeitslosen ist vergangenen Monat in der Region um 333 Personen im Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt waren 8844 Männer und Frauen arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 224 Personen zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote ist von 5,4 Prozent im Vormonat auf 5,2 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr hatte sie im März noch 5,4 Prozent betragen. „Die Frühjahrsbelebung lässt die Arbeitslosenzahl sinken. Mehr Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden“, sagt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Gefragt seien besonders Fachkräfte, doch auch Ungelernte hätten nun wieder bessere Chancen. „Jetzt gilt es den Schwung zu nutzen, die eigene Motivation zu stärken und branchenübergreifend nach passenden Stellen zu schauen“, so Kenntemich. „Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss können die spezialisierten Fachkräfte in den Unternehmen entlasten. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an betrieblichen Qualifizierungen.“

Die Zahl der Abmeldungen in Beschäftigung steigt weiter an. Im Kreis Pinneberg meldeten sich im März 720 Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ab. Im Februar waren es 658 Abmeldungen. 638 Arbeitslose haben eine Ausbildung, berufliche Qualifizierung oder Eingliederungsmaßnahme begonnen.

 

Insgesamt 12.070 Personen befanden sich im Kreis Pinneberg in Unterbeschäftigung, sie hatten also einen rechtlichen Sonderstatus oder nahmen teilweise an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil. Diese Zahl ist in den vergangenen zwölf Monaten um 519 Personen gestiegen. Damit liegt sie um 4,5 Prozent höher als im März 2016. Es wirke sich laut Arbeitsagentur immer noch stark aus, dass viele geflüchtete Menschen an Sprachkursen, beruflichen Vorbereitungslehrgängen oder Praktika teilnehmen.

Zahlenmäßig liegen Ausbildungsplatzsuchende und offene Stellen im Kreis Pinneberg nah beieinander. „Bei den Wünschen und Erwartungen sollten Bewerber und Ausbildungsbetriebe jetzt aufeinander zugehen.“

„Mehr als 800 Ausbildungsplätze sind im Kreis noch zu vergeben, eine ähnlich hohe Zahl von jungen Menschen ist derzeit auf der Suche. Ausbildungssuchende sollten für Alternativen offen bleiben, mobil sein und mit Interesse und Engagement auf die Unternehmen zugehen“, rät Kenntemich. Den Unternehmen empfehle er nicht auf den perfekten Bewerber zu warten, sondern Potentiale zu erkennen.

Moderate Belebung im Norden

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Hamburg ist im März leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Februar verbesserte sich die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent. Die traditionelle Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarktes fiel somit moderat aus. Insgesamt waren im März 71.509 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Agentur für Arbeit gestern mitteilte. Das sind 518 Menschen oder 0,7 Prozent weniger als im Februar. In Schleswig-Holstein ist Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat  um 3700 auf 97.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,4 Prozent, im März 2016 lag sie bei 6,7 Prozent. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat sich die Arbeitslosigkeit um 4,2 Prozent reduziert.

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