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Kreis Pinneberg : Die Arbeitslosenzahl steigt im Winter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Quote im Kreis Pinneberg erhöht sich von 4,9 auf fünf Prozent. Sowohl dort als auch bundesweit sinkt sie jedoch im Vergleich zu 2014.

Kreis Pinneberg | Im Dezember 2015 ist die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg auf 8380 Menschen gestiegen, dies entspricht einer Quote von fünf Prozent. Im November lag sie noch bei 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Quote jedoch, im Dezember 2014 betrug sie 5,1 Prozent.

„Trotz des warmen, frostfreien Wetters haben viele saisonabhängige Betriebe begonnen, ihre Personalmannschaft auszudünnen. Im Dezember meldeten sich mehr Arbeitnehmer aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau sowie auch Saisonaushilfen aus der Produktion und dem Versand“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit in Elmshorn. Auch die Zahl der freien Stellen, die der Arbeitsagentur gemeldet werden, sei im Dezember saisonalbedingt zurückgegangen, teilte er mit.

„Der Arbeitsmarkt hat sich in 2015 sehr positiv im Kreis Pinneberg entwickelt. Die gute Konjunktur führte zu deutlich mehr Personalnachfrage durch die Betriebe. Arbeitslose konnten erfreulicherweise von dem Beschäftigungsanstieg profitieren. Internationale Konflikte und Wirtschaftsturbulenzen zeigten hingegen kaum Auswirkungen auf die Wirtschaftslage der Unternehmen im Kreis“, lautet die Bilanz, die Kenntemich fürs Jahr 2015 zog.

Auch in Schleswig-Holstein ist die Quote der Arbeitslosen von 6,2 im November auf 6,4 Prozent im Dezember gestiegen. Wie auch im Kreis Pinneberg lag sie damit aber unter dem Vorjahreswert von 6,3 Prozent. „Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat November ist für den Dezember saisonal typisch“, erläuterte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur gestern. Der saisonale Anstieg sei in Schleswig-Holstein aber deutlich schwächer als in den Vorjahren ausgefallen. Man habe die geringste Arbeitslosenzahl in einem Dezember seit 1992 verzeichnet.

Auf dem Hamburger Arbeitsmarkt hingegen reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen geringfügig um 44 Personen oder 0,1 Prozent. Mit 70  429 Arbeitslosen sei in Hamburg der tiefste Stand des Jahres erreicht worden, teilte die Agentur für Arbeit in der Hansestadt mit. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,1 Prozent. Im Gegensatz zum Kreis Pinneberg und dem Land Schleswig-Holstein erhöhte sich die Gesamtzahl der Arbeistlosen in Hamburg im Vergleich zum Dezember 2014 jedoch, selbst wenn die Quote sank.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember um 48.000 auf 2,681 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent hoch. Den Anstieg führt die Bundesagentur für Arbeit auch auf den Winter zurück. „Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt hält auch zum Jahresende an: Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen. Arbeitskräftenachfrage und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickeln sich weiter positiv“, sagte Behördenchef Frank-Jürgen Weise.

2015 waren in Deutschland laut Bundesagentur durchschnittlich 2,795 Millionen Menschen arbeitslos und damit 104.000 weniger als 2014. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank in dieser Zeit um 0,3 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

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