Rückgang : Die Anzahl der Baumschulen im Kreis Pinneberg hat sich in den vergangenen 20 Jahren halbiert

Im Kreis Pinneberg wachsen immer weniger Bäume. Sowohl die Zahl der Baumschulen als auch die von ihnen bewirtschafteten Flächen nehmen ab.

Im Kreis Pinneberg wachsen immer weniger Bäume. Sowohl die Zahl der Baumschulen als auch die von ihnen bewirtschafteten Flächen nehmen ab.

Die Anzahl der Betriebe ging seit 1996 von 410 auf 199 zurück. Auch die bewirtschaftete Fläche hat sich verringert.

shz.de von
09. Januar 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Baumschulen in Schleswig-Holstein haben an Boden verloren. Im vergangenen Jahr bewirtschafteten 249 Baumschulbetriebe eine Fläche von 3.354 Hektar. Vor etwas mehr als zwanzig Jahren waren es noch 553 Betriebe auf 4.918 Hektar. Dies bedeutete nach Angaben des Statistikamtes Nord vom Montag einen Rückgang bei der Betriebszahl um 16 Prozent und bei der Fläche um 14 Prozent. Selbst der Kreis Pinneberg als das größte zusammenhängende Baumschulgebiet der Welt lässt nach: Während hier 1996 noch 410 Betriebe 4.239 Hektar bestellten, waren es 2017 nur noch 199 Betriebe mit 2.931 Hektar.

Der Kreis Pinneberg bewirtschaftet fast 90 Prozent der Baumschulflächen im Bundesland. Außerdem sind acht von zehn schleswig-holsteinischen Baumschulbetrieben im Kreisgebiet angesiedelt. Leicht bearbeitbare, steinarme Böden und ein mildes Klima begünstigen diesen Standort, der zu den bedeutendsten Baumschulgebieten in Deutschland gehört.

Die Pinneberger Baumschulen züchten hauptsächlich Ziersträucher für Alleen, Straßen und Parks sowie Laub- und Nadelbäume (24,3 Prozent). Einen großen Anteil machen auch Forstpflanzen (22 Prozent) und Heckenpflanzen (12 Prozent) aus. Weihnachtsbäume und Rosen gehören auch zur Produktpalette.

mit dpa

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