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Initiative in Pinneberg : Die Anlage unter der Hans-Hermann-Kath-Brücke soll zum Skate-Mekka werden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verein will den Park übernehmen. Verantwortliche rechnen mit 300.000 Euro Kosten.

von
erstellt am 14.Jun.2016 | 16:00 Uhr

pinneberg | Volker Lux hat große Pläne für Pinneberg. Vergangene Woche wurde die provisorische Skatehalle in der Fußgängerzone geschlossen, doch wenn es nach Lux geht, werden die Skater aus Pinneberg und Umgebung bald eine neue Heimat finden. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern vom eigens gegründeten Verein FunPiTown will er nun die Trägerschaft für den Skatepark unter der Hans-Hermann-Kath-Brücke übernehmen.

Etwa 2000 Quadratmeter ist die Fläche unter der Brücke groß. Viel Platz für einen Skatepark. Nicht nur Skateboarder, sondern auch BMX-Fahrer und auch alle anderen Sportler, die sich auf den Rampen heimisch fühlen, sollen hier ein Angebot finden. Aktuell stehen unter der Hochbrücke mehrere Elemente aus Holz. Sie sollen, wenn alles nach Plan läuft, im Mai 2017 ersetzt werden. Das Konzept des Vereins sieht vor, dass die Anlage mit ausgemusterten Seecontainern abgegrenzt wird. „Die können wir dann auch gleichzeitig als Räume nutzen“, so Lux. So sollen Toiletten, aber auch ein Raum für eine Aufsicht entstehen. Diese sei wichtig, ist sich Lux sicher. Während einer Begehung mit Vereinsmitgliedern und Vertretern der Stadt habe er gehört, dass es dort durchaus Probleme mit Drogen und Gewalt gebe. „Ich denke, dass wird sich ändern, wenn immer jemand vor Ort ist“, sagt der Initiator.

Finanzierung durch Spenden und Stiftungen

Knapp 300.000 Euro Kosten erwartet Lux für den Bau einer neuen Skateanlage. „Aber auch für 50.000 Euro kann man bereits einiges hinbekommen.“ Finanzieren will der Verein den Bau überwiegend aus Spenden und mit der Unterstützung von Stiftungen. Diese sollen im Herbst angesprochen werden. Aber auch Crowdfunding steht auf der Finanzierungsliste. „Ich denke, das kann ganz gut funktionieren, wir hatten bereits für die Skatehalle super Feedback“, sagt Lux. Außerdem schwebt den Skatefreunden ein Kioskbetrieb mit Getränken und Snacks vor. „Vielleicht können wir außerdem auch Skatezubehör verkaufen und so die Aufsicht finanzieren“, sagt Lux. Noch sind die Verträge mit der Stadt nicht geklärt.

Außer neuen Rampen ist zudem eine bessere Beleuchtung geplant. „Aktuell stehen da nur zwei Funzeln, da kann man im Dunkeln so keinen Sport treiben.“ So solle auch abends Betrieb ermöglicht werden. Lux schwebt mehr als reines Freizeitskaten für die Anlage vor. Er möchte nationale und internationale Wettbewerbe nach Pinneberg holen und Funsportarten anbieten. Außerdem solle die Anlage so gebaut werden, dass auf ihr auch Konzerte abgehalten werden können. „Das wäre gut, um Leute auch aus Hamburg nach Pinneberg zu locken“, sagt er.

Bereits jetzt tut sich etwas auf dem Gelände. Am Sonntag wird von 15.30 bis 17 Uhr ein Parkour-Training angeboten. Bei dieser Sportart geht es um die möglichst direkte Überwindung von Distanzen. Steht etwa ein Zaun im Weg, wird dieser überwunden. „Die bringen einem relativ schnell zum Beispiel einen Rückwärtssalto an der Wand bei“, weiß Lux. Das Team Nando, das diese Kurse anbietet, hat bereits in der Skatehalle Workshops angeboten.

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