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Brandserie in Tornesch : Die Angst vor einem Feuerteufel steigt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vier-Hektar-Fläche standen zuletzt in Flammen. Die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung. Die Feuerwehrkameraden an der Belastungsgrenze.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 12:15 Uhr

Torensch | Geht ein Feuerteufel  im Moor umher? Donnerstagnachmittag mussten die Feuerwehren Esingen und Ahrenlohe schon wieder ausrücken, um einen Brand in Tornesch zu löschen – das dritte Mal in dieser Woche. Seit Wochen halten Brände in Wald und Moor die Kameraden in Atem. Die Angst vor einem Brandstifter ist groß in der Region.

Gestern waren knapp 40 Kräfte im Moor- und Waldgebiet nördlich der Ahrenloher Straße im Einsatz. Der Alarm schrillte um 14.16Uhr. Diesmal stand eine Fläche von vier Hektar zwischen dem Heideweg und dem Prisdorfer Moordamm in Flammen.  Für die Wasserversorgung mussten 600 Meter Schlauch verlegt werden. „Das ist schon eine richtige Materialschlacht“, sagte Gemeindewehrführer Dirk Lolies. „Die Belastung für die Kameraden ist extrem.“

Die Annahme, dass ein Feuerteufel umhergeht, erhärtet sich bei der Häufung der Brände. Von einem Zufall geht auch Polizeisprecherin Sandra Mohr schon lange nicht mehr aus. „Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt.“ Belegen lasse sich dies aber nicht. Bisher seien keinerlei Hinweise an den Tatorten gefunden worden. Auch Donnerstag haben die Beamten das Waldstück genauestens durchkämmt. „Wir fahren vermehrt Streife, können aber eben nicht überall sein“, sagte Mohr. Die Kriminalpolizei in Pinneberg sei  mit dem Fall betraut. Einen Tatverdächtigen gebe es nicht. Die Polizei bittet die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden.

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