Amt Pinnau : Die Amtsumlage steigt weiter

Gemeinden werden 2015 stärker belastet.

shz.de von
03. Januar 2015, 14:00 Uhr

Rellingen | Seit dem Ausscheiden der Gemeinden Hasloh und Bönningstedt aus dem Amt Pinnau, müssen die im Amt verbliebenen fünf Gemeinden – Ellerbek, Tangstedt, Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden – tiefer in die Tasche greifen, um ihre Verwaltung zu bezahlen. Wie viel genau für 2015 fällig wird, kann Detlev Brüggemann, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Pinnau, jedoch noch nicht beziffern: „Wir wollen zunächst die Jahresabschlüsse der Gemeinden und des Amts abwarten“, erklärt Brüggemann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Eröffnungsbilanz des Amts zum 1.1.2009 sei inzwischen fertig gestellt, die Folgejahre bis zur Mitte des Jahres 2012 gebucht. „Sobald der Jahresabschluss 2012 fertig gestellt ist, können wir auch die Zahllast der Gemeinden Hasloh und Bönningstedt für Pensionsrückstellungen derjenigen Mitarbeiter, die nach Quickborn gewechselt haben, beziffern“, sagt Brüggemann. Ob diese dann in einer Summe oder als Abschlagszahlungen fällig würden, müsse mit den Gemeinden jedoch noch verhandelt werden.

Auch für die Unterbringung von Flüchtlingen müssen das Amt die Gemeinden mehr Geld bereitstellen. „Derzeit sind dem Amt 43 Personen zugewiesen – Tendenz steigend“, berichtet Brüggemann. Nach und nach schafften die Gemeinden eigene, dezentrale Unterkünfte.

„In Prisdorf sind bereits fünf Personen untergebracht, in Tangstedt zehn, in Borstel-Hohenraden und Kummerfeld werden die Gemeinden mehrere Wohneinheiten kaufen und Flüchtlingen zur Verfügung stellen“, so Brüggemann weiter.

Gesucht würden darüber hinaus ehrenamtliche Betreuungskräfte, die den Flüchtlingen helfen sollen, sich in den örtlichen Strukturen der neuen Umgebung zurechtzufinden. „Das Thema wird uns 2015 verstärkt beschäftigen“, ist sich Brüggemann sicher.
 

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