VfL Pinneberg : Die Ära Zahn endet 2015

Vereinsboss des VfL Pinneberg kündigt Rückzug an. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

shz.de von
06. Januar 2015, 16:00 Uhr

Pinneberg | Keine Frage: Seines gehört zu den bekanntesten Gesichtern in Pinneberg. Geht es um den Sport, hat Mathias Zahns Wort Gewicht. Auch weil er die Auseinandersetzung mit der städtischen Politik nie scheute. Jetzt kündigt der 52-Jährige seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft an.

Nach 16 Jahren, die er als Vereinsboss des VfL Pinneberg amtierte. „Ich denke, es ist Zeit, nach vielen Veränderungen und wirklich spannenden Jahren diesen Schritt zu gehen“, sagt Zahn. Seine Ära endet voraussichtlich im Mai. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke erwischt Zahn mit seinem Schritt keineswegs kalt. Schon 2012 habe der bisherige Vorsitzende angekündigt, mit Ende seiner nächsten Amtszeit auszusteigen. „Natürlich reißt das ein Loch, aber es ist jetzt unsere Aufgabe, Lösungen zu präsentieren.“ Hönke würdigt das ehrenamtliche Engagement Zahns, der seit 31 Jahren im Vorstand des VfL mitwirkt. „Er war schon dabei, als ich im Verein meinen Zivildienst ableistete.“ Hönke bezeichnet Zahn als „prägende Figur“. In den vergangenen Jahren sei noch einmal viel auf den Weg gebracht worden.

16 Jahre – niemand war am Fahltskamp länger Vorsitzender als Mathias Zahn. Darauf ist er stolz: „Das ist eine Ehre für mich.“ Zurückblickend hebt der Mann, der als Versicherungskaufmann arbeitet, die Entwicklung des VfL-Heims am Fahltskamp zu einem modernen Sportzentrum hervor. „Wir haben uns zu einem wichtigen Arbeitgeber und Dienstleister entwickelt. Unser Angebot ist ständig gewachsen und wir kooperieren mit vielen Vereinen und Institutionen“, sagt Zahn. Er hebt die Zusammenarbeit mit SC Pinneberg und SuS Waldenau hervor. Zahn nutzt den nahenden Abschied, um sich bei Mitstreitern zu bedanken. Seitens der Ehrenvorsitzenden Kurt Desselman, Uwe Damm und Hermann Kunstmann sei ihm viel Vertrauen entgegengebracht worden. Aus der Zusammenarbeit mit Sönke-Peter Hansen, der am Fahltskamp lange die Geschäfte führte, sei eine Freundschaft erwachsen. Bereits während der morgigen Vorstandssitzung werden die verantwortlichen über die Zukunft des VfL beraten.

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