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Tolerantes Miteinander im Fokus : Diakonieverein und Kirchengemeinde laden nach Halstenbek ein

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Diakonieverein und Kirchengemeinde laden für Freitag, 2. Oktober, zu Film, Frühstück und Ausstellung nach Halstenbek.

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erstellt am 29.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Halstenbek | Vierzehn Menschen erzählen die Geschichte ihrer Flucht aus der Heimat. Zu Fuß, in Booten, mit Fluchthelfern, fortgejagt von Krieg, Giftgas, Folter, Angst und Hunger. Die Diakoniebeauftragte Lilli Kerbel und Diakonin Anna-Lena Krijan laden im Zuge der interkulturellen Woche mit dem Titel „Vielfalt ist das beste gegen Einfalt“ zu einer Filmvorstellung am Freitag, 2. Oktober.

Der Dokumentarfilm „Persona non data“ beginnt um 19 Uhr in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde an der Friedrichstraße. Zwei der im Film vorkommenden Flüchtlinge aus Halstenbek, Heide Sanati und Abdulla Mehmud, sind anwesend und gehen auf Fragen des Publikums ein. „Es wird spannend werden, weil man die Betroffenen im Anschluss persönlich kontaktieren kann“, so Kerbel. Die Diakoniebeauftragte rechnet mit positiven Reaktionen. „Halstenbek ist eine offene Gesellschaft“, lobt Kerbel.

Ähnlich äußerte sich Diakonin Anna-Lena Krijan. „Wir legen Wert darauf, dass unsere Veranstaltungen für alle offen sind“, so Krijan. Sie realisiere, dass Angebote der Kirchengemeinde wie der „offene Spieletreff“ auch Flüchtlinge interessiere. Bereits drei Familien kämen vorbei.

14 Flüchtlinge erzählen in dem Dokumentarfilm ihre Geschichte. Sie schildern Erlebnisse von ihrer Ankunft in Hamburg, im Landkreis Pinneberg, in Containerunterkünften, von schlaflosen Nächten und Opfern, die ihnen der Papierkrieg abverlangt. Die Menschen sind beständigen Kontrollen und Handlungsbeschränkungen ausgesetzt. „Schwerpunktmäßig geht es darum, wie es den Flüchtlingen hier ergangenen ist und in welcher Form sie mit ihren Traumatisierungen umgehen“, erläutert Filmemacherin Dorothea Carl gegenüber dem Tageblatt. Absicht des Films sei es, individuelle Kämpfe lebendig zu machen. Der 82 Minuten dauernde Streifen wurde in Hamburg sowie Elmshorn Ende des Jahres 2013 gedreht. „Ich würde mir wünschen, dass die Vorführung zum größeren Verständnis für Flüchtlinge beiträgt“, so die Regisseurin. Es sei wichtig, einzelne Personen mit ihren jeweiligen Wünschen und Hoffnungen individuell – und nicht in der Masse – wahrzunehmen.

Des Weiteren veranstalten Kerbel und die Gleichstellungsbeauftragte Celia Letzgus ein internationales Frauenfrühstück am Freitag, 2.  Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr. „Auch hier ist Austausch das Ziel“, so Kerbel. Beim Frühstück seien alle willkommen. Veranstaltungsort sind die Räume der Kirchengemeinde. Gleichzeitig gibt es dort eine von Proasyl initiierte Ausstellung. Das Motto lautet: „Asyl ist Menschenrecht“. Die Plakat-Präsentation schildert die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen. Darüber hinaus informiert sie über Fluchtursachen und -wege. Sie berichtet über die Situation an EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas und Deutschlands.

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