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Neue Kriminalstatistik : Deutlich mehr Wohnungseinbrüche im Kreis Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine jetzt vorgelegte Kriminalstatistik der Polizei für das Jahr 2015 zeigt eine deutlich gestiegene Anzahl von Wohnungseinbrüchen im Kreis Pinneberg. Die Zahl der Straftaten generell ist dagegen rückläufig.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 10:08 Uhr

Kreis Pinneberg | In Elmshorn ist die Kriminalstatistik 2015 für den Kreis Pinneberg vorgestellt worden. Daraus geht hervor, dass die Zahl aller registrierten Straftaten rückläufig ist. Insgesamt wurden 19.779 Fälle bei der Polizei gemeldet. Mit 8741 Fällen, das entspricht fast 45 Prozent aller registrierten Straftaten, dominieren in der Statistik im vergangenen Jahr die Diebstähle. Dabei haben vor allem die Diebstähle aus Wohnungen deutlich zugenommnen. Waren es im Jahr 2014 noch 942 Fälle, ist die Anzahl der Delikte im vergangenen Jahr auf 1229 angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um über 30 Prozent. Dagegen sinkt die Aufklärungsquote von 19,3 Prozent auf 16,6 Prozent. Die Anzahl der sogenannten „schweren Fälle“ bei den Wohnungseinbrüchen steigt um 43,7 Prozent auf 967 Straftaten. Hier führt Rellingen die Statistik an. Das Verhältnis der Anzahl der Einbrüche zu einer Einwohnerzahl von 100.000 ist in der Gemeinde besonders hoch, gefolgt von Schenefeld und Halstenbek.

Für Sarah Lampe, Leiterin der Kriminalpolizeistelle Pinneberg, ist die hohe Anzahl der Einbrüche Grund genug die aktuellen Maßnahmen der Polizei weiter auszuführen. „Unsere Motivation ist ungebrochen hoch. Wir werden die Ermittlungen weiterhin intensivieren“, so Lampe. „Dabei werden wir auch weiterhin versuchen, den Bürger einzubinden und durch intensive Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit transparent zu sein. Denn wir wissen, dass es ohne die Hilfe der Bevölkerung nicht geht.“

Gesunken ist die kreisweite Anzahl der Körperverletzungen. Der Wert fiel um 244 auf 1750. Ebenfalls rückläufig ist die Anzahl der Raubtaten. Im Jahr 2015 wurden 26 Fälle gemeldet.

Grundsätzlich leben die Menschen im Kreis Pinneberg aber verhältnismäßig sicher. Die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden liegt, wie schon in den Vorjahren, unter dem Landesdurchschnitt. Im Kreisvergleich sind dabei die Bewohner von Elmshorn proportional gesehen am häufigsten betroffen. Genauso wie in Uetersen und Schenefeld ist die durchschnittliche Anzahl der Delikte gestiegen, während in Wedel, Quickbon, Tornesch und Barmstedt  Rückgänge zu verzeichnen sind.     

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