zur Navigation springen

Kreis Pinneberg : Der Winter zeigt sich erstmals

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Busverkehr kam es zu massiven Verspätungen, vielerorts staute der Verkehr - aber schwere Glätteunfälle blieben aus.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Kaum ist gestern der erste Schnee im Kreis Pinneberg liegen geblieben, mussten zahlreiche Pendler mehr Zeit einplanen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Denn auf den Straßen kamen die Fahrzeuge nur noch langsam voran. „Schwere Unfälle hat es aber zum Glück nicht gegeben“, sagte Polizeisprecherin Sandra Mohr gestern Mittag auf Anfrage dieser Zeitung. Die Autofahrer hätten sich alle der Wetterlage angepasst und ihre Geschwindigkeit reduziert. Auf der Autobahn 23 in Richtung Süden sei es aufgrund der Straßenglätte zu mehreren leichten Auffahrunfällen gekommen. „Dadurch hat es sich auf den Straßen noch mehr gestaut und das Fahren der Strecke war für die Pendler vermutlich noch unangenehmer als sonst“, sagte Mohr.

Im Busverkehr mussten sich Fahrgäste auf Wartezeiten von bis zu 25 Minuten einstellen, wie Thorsten Ziehm, Leiter des Kundenservices der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP), auf Anfrage mitteilte. „Das lag aber nicht an uns, unsere Fahrer konnten sich auch nur hinter den langen Pkw-Schlangen einreihen“, sagte Ziehm. Es sei zu beobachten gewesen, dass viele Autofahrer noch immer mit Sommerreifen unterwegs seien. Zu Unfällen sei es im Busverkehr zum Glück nicht gekommen. „Wir haben auf die Verhältnisse reagiert und mehr Fahrzeuge länger draußen gehabt“, so Ziehm. Er rechnet damit, dass sich die Lage in den kommenden Tagen entspannt. Dennoch der Rat an die Gäste: „Sie sollten längere Fahrtzeiten in der Reiseplanung berücksichtigen und lieber einen Bus früher nehmen, um etwa Anschlusszüge noch zu bekommen.“

Glück hatten diejenigen, die gestern mit der Bahn unterwegs waren. Wie Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Bahn, auf Anfrage mitteilte, hätte im morgendlichen Hauptverkehr alle Züge pünktlich fahren können. Meyer-Lovis erläuterte, dass die Bahn einen eigenen Winterdienst habe, der die Witterung stets im Auge behalte. „Sobald die Temperaturen sinken, wird die Weichenheizung angeschaltet, denn diese dürfen nicht einfrieren, wenn alles funktionieren soll“, so Meyer-Lovis. Damit auch die Bahnsteige sicher seien, werde von einer zentralen Stelle aus die Witterung auf den einzelnen Bahnhöfen überwacht. „Sobald wir bemerken, dass ein Bahnsteig mit Schnee bedeckt oder glatt ist, alarmieren wir die Firma, die vor Ort fürs Fegen und Streuen auf den Bahnhöfen zuständig ist.“ Sobald diese Arbeit erledigt sei, erhielte der Winterdienst der Bahn Bescheid. „Wir haben die Zusammenarbeit zwischen den Firmen und der Bahn im Herbst geprobt, damit bei Wintereinbruch nichts schief geht“, versicherte Meyer-Lovis gegenüber dieser Zeitung.

In den kommenden Tagen soll laut Wetterprognose nicht mit einer Entspannung zu rechnen sein. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Schleswig-Holstein und Hamburg einsetzendes Tauwetter voraus. Durch Schneematsch und überfrierende Nässe bleibt es glatt. Ein neuer Tiefausläufer bringt feuchte und mildere Luft vom Atlantik.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen