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Kreis Pinneberg : Der Winter legt den Arbeitsmarkt vorerst auf Eis

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Agentur für Arbeit: Derzeit sind 9833 Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,5 Prozent im Dezember 2013 auf inzwischen 6,0 Prozent an.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Alle Hände voll zu tun hatten die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit Elmshorn im Januar. Der späte Wintereinbruch mit Dauerfrost und Schnee habe sich in der Arbeitslosenzahl deutlich bemerkbar gemacht, hieß es seitens der Agentur. Im Kreis Pinneberg waren 9833 Menschen arbeitslos gemeldet, 798 Personen oder 8,8 Prozent mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,5 Prozent im Dezember auf inzwischen 6,0 Prozent an und liegt damit höher als im Januar 2013. Damals hatte die Quote 5,8 Prozent betragen.

„Starker Anstieg saisonal üblich“

Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn, beschwichtigte: „Der starke Anstieg ist saisonal üblich.“ Er berichtete weiter: „Aus witterungsabhängigen Branchen wie dem Baugewerbe, Garten- und Landschaftsbau und Baumschulen meldeten sich viele Menschen vorrübergehend arbeitslos. Zudem kamen verstärkt Arbeitskräfte aus dem Einzel- und Versandhandel nach Ende des Weihnachtsgeschäfts und Bürokräfte nach Auslaufen befristeter Arbeitsverträge zum Jahresende zu uns.“

Auch die Zahl der älteren Arbeitslosen bleibt weiterhin hoch. Im Kreis Pinneberg sind derzeit 2987 Arbeitslose 50 Jahre oder älter. „Wenn Arbeitslosigkeit eingetreten ist, haben es die Lebensälteren nach wie vor besonders schwer, wieder in Arbeit zu kommen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen“, so Kenntemich. „Ich wünsche mir noch mehr Unternehmen, die erkennen, dass ältere Arbeitslose eine gute Option bei der Personalsuche sind. Sie können häufig mit ihrer Erfahrung, Motivation und sozialer Kompetenz punkten.“

Insgesamt meldeten sich im Januar 1273 Menschen aus einer Beschäftigung sowie weitere 528 nach einer Ausbildung oder Qualifizierung neu arbeitslos. Die meisten Menschen, die sich im Januar arbeitslos meldeten, besaßen nach Agenturangaben einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Von den insgesamt 9833 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit im Januar 3992 und damit 482 Personen mehr als im Vormonat. Bei den Jobcentern wurden 5841 arbeitslose Männer und Frauen registriert. Zusätzlich befinden sich 2052 Menschen in Unterbeschäftigung.

Das Angebot an offenen Stellen liegt hingegen um 9,6 Prozent über dem des Vorjahres. Arbeitgeber gaben 413 sozialversicherungspflichtige Jobs neu zur Besetzung auf. Damit sind derzeit 1565 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen im Kreis Pinneberg ausgeschrieben. Das Angebot liegt damit um 9,6 Prozent über dem des Vorjahres.

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