zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 19:47 Uhr

Pfingsten : Der Wilde Westen am Kugelfang

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf dem Gelände am Kugelfang wird über Pfingsten ein Zeltlager für Cowboys und Indianer aufgebaut.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Quickborn | Die ersten Teilnehmer reisten bereits vergangenen Freitag an und begannen dann schon mit dem Aufbau der Zelte: Das 33. Western- und Vorderladertreffen ist zurzeit das beherrschende Thema im Schützenverein Quickborn-Renzel. Von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. Juni, treffen sich voraussichtlich mehr als 500 Teilnehmer auf dem Vereinsgelände am Kugelfang 1 in Quickborn zu Schießwettbewerben und um den Alltag der Menschen in Amerika um 1860 nachzustellen. Der Wilde Westen kommt in die Eulenstadt. 100 Schützen aus Deutschland, Dänemark und Schweden kämpfen um Trophäen, Cowboys und Indianer streifen durch das Dorf, feine Damen in langen Kleidern promenieren zwischen den Ständen. Das ist auch für Besucher ein riesengroßer Spaß, der dazu noch kostenlos ist. Der Eintritt ist nämlich frei.

Für Schützenmeisterin Birgit Bruhn gehört das Western- und Vorderladertreffen zu den Höhepunkten des Jahres, ist für den Verein Geschenk an die Quickborner und Teil der vereinseigenen Imagepflege gleichermaßen. „Wir sind der größte Schwarzpulver-Schützenverein in Schleswig-Holstein und mögen das Lagerleben einfach“, sagt sie. Außerdem sei es eine gute Gelegenheit, Außenstehenden das Hobby vorzustellen und sich bei den Menschen in Quickborn für die Unterstützung während der regulären Schießwettbewerbe zu bedanken. „Wir möchten etwas zurückgeben“, sagt die Schützenmeisterin.

Während die Familien der Schützen bei den normalen Wettkämpfen zumeist außen vor bleiben müssen, ist es bei diesem Treffen genau anders. Und auch das ist gewollt. „So ist die Veranstaltung vor 33 Jahren entstanden. Damals waren es acht Schützen, die gern mit ihren Familien während eines Schießens auf dem Gelände zelten wollten“, so Bruhn. Das dreitägige Großereignis mit dem Vorderlader- und Bogenschießen beginnt am Freitag um 17 Uhr. Dann öffnen auch die Stände, zeigen sich die Siedler, Cowboys, Trapper und Indianer im Dorf. Zu den Höhepunkten zählen das Preisschießen für Kinder am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 15 Uhr, der Trapperlauf für die jüngsten Camp-Teilnehmer, aber auch Gäste an beiden Tagen und die Kanonenschüsse, die am Sonnabend und Sonntag pünktlich um 15 Uhr abgegeben werden. Dazu werden Hufeisenwerfen, Goldwaschen, Fährtensuche und Pistolenwettziehen angeboten, ein buntes Programm, das Besuchern die Möglichkeit eröffnet, sich stundenlang zwischen den Cowboys aufzuhalten. Am Pfingstsonntag klingt das Treffen nach der Siegerehrung gegen 17 Uhr langsam aus.

Bs dahin sorgen offene Lagerfeuer, Händler und Schmiedewerkstätten für authentisches Flair. Die Teilnehmer verhalten sich und reden wie unsere Vorfahren vor mehr als 150 Jahren es getan haben. Folglich wird auf elektrischen Strom verzichtet, das Smartphone lassen die Teilnehmer ebenso zu Hause wie den Laptop, und das Wasser wird in Eimern von der Wasserstelle ins Tipi geschleppt. Einzige Ausnahme ist das Festzelt, in dem es natürlich Licht, eine Kühlung für die Getränke und fließendes Wasser gibt. Beste Voraussetzungen für ein Konzert am Sonnabend ab 20 Uhr.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen