Bisheriger Kreiswehrführer : Der Wedeler Frank Homrich kandidiert als Landesbrandmeister

Frank Homrich ist seit 2015 Kreiswehrführer.

Frank Homrich ist seit 2015 Kreiswehrführer.

Er ist Feuerwehrmann aus Leidenschaft und kandidiert auf der Landesfeuerwehrversammlung am 21. April als Landesbrandmeister.

shz.de von
05. März 2018, 10:15 Uhr

Wedel | Der Wedeler Frank Homrich ist Feuerwehrmann aus Leidenschaft, war lange stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wedel und ist aktuell Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg. Im April dieses Jahres soll ein weiteres Amt hinzukommen: Der 60-Jährige bewirbt sich um das Amt des  Landesbrandmeisters.

Ein Amt, das zurzeit nicht einfach zu besetzen ist. Amtsinhaber Detlef Radke ist schwer erkrankt. Ein Nachfolger war bisher nicht in Sicht.  Homrich schildert das Problem: Beim Landesfeuerwehrverband handelt es sich um einen eingetragenen Verein. Die meisten Feuerwehrleute stehen mitten im Berufsleben und könnten dadurch die vielen anfallenden Termine nicht wahrnehmen. Sie bekommen im Zweifel nicht frei, müssten Urlaub nehmen. In Verbindung mit einer Familie ist das kaum realisierbar. „Es gab mehrere Feuerwehrleute, die das Amt des Landesbrandmeisters gern übernehmen würden, aber der Chef macht nicht mit“, fasst der Wedeler die Situation zusammen.

Rückendeckung von den Kameraden und der Familie

Genau hier kommt Homrich ins Spiel. Der 60-Jährige arbeitet im Bereich „Servicetechnik im Fotolabor“. Einem technischen Gebiet, das sich im Laufe der Jahre nahezu komplett überholt hat. „Früher habe ich sehr viel gearbeitet. Heute kann ich es mir leisten, kürzer zu treten. So hätte ich Zeit für die Ehrenämter als Kreiswehrführer und als Landesbrandmeister.“ Gleichzeitig macht er deutlich, dass er sich ohne die Zustimmung seines Feuerwehrumfeldes im Kreis Pinneberg und seiner Familie  nicht um das Amt bewerben würde. Doch nicht nur vom  Kreisfeuerwehrverband erhält der Wedeler Rückendeckung, sondern, noch wichtiger, auch von seiner Frau. „Meine Frau steht hinter mir“, so  Homrich.

Doch mit der vorhandenen Zeit das Amt auszufüllen, ist es alleine nicht getan. Engagement, Diplomatie, Spaß am Thema Feuerwehr gehören auch dazu. Das bringt Homrich mit: „Ich bin erst spät, mit 25 Jahren, zur Feuerwehr gekommen und habe dann schnell gemerkt, dass ist mein Ding und ich habe auch Spaß daran, etwas zu bewegen. Darüber hinaus war ich lange selbstständig und im Bereich Dienstleistung tätig. Deshalb fällt es mir leicht, auf Menschen zu zugehen, ich such gerne kreative Lösungen für Probleme.“

Sprachrohr der Feuerwehren

Der Wedeler möchte im Falle seiner Wahl zum Landesbrandmeister auch Kreiswehrführer bleiben. „Mir liegt die Basisarbeit am Herzen. Ich denke, wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, was an der Basis los ist, was die Feuerwehrleute und die Wehrvorstände vor Ort beschäftigt, dann kann ich dies sehr gut in meine Arbeit im Landesfeuerwehrvorstand einfließen lassen. Ich sehe mich als Sprachrohr der Feuerwehren sowie als Verbindung zur Verwaltung und Politik.“ Homrich schmunzelt und ergänzt: „Ich bin dann Lobbyist, das was ich nie werden wollte, werde ich im Falle meiner Wahl!“

Wichtig ist Homrich bei seinem Einsatz, die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den weiteren Vorstandsmitgliedern und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle. „Ich plane, zweimal in der Woche nach Kiel zu fahren. Ich möchte mein vorhandenes Netzwerk ausbauen, den Kontakt zu Spitzenverbänden und Politik festigen, “so Homrich.

Parallel macht er sich bereits Gedanken um seine Nachfolge. Aufgrund seines Alters wird er nur eine Legislaturperiode im Amt sein. Konsequent wie der Wedeler ist, will er von Beginn an einen Nachfolger suchen und diesen langfristig einarbeiten.

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