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Hasloh : Der Vorstand des Robinson-Kindergartens will aufgeben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Trägerverein des Hasloher Kindergartens kündigt Niederlegung der Ämter bei außerordentlicher Mitgliederversammlung im Januar an.

von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Hasloh | Es ist nur eine Mitteilungsvorlage zur Kenntnisnahme, die dem Hasloher Sozialausschuss als Unterlage für die nächste Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember, zugestellt wurde. Doch deren Inhalt hat es in sich: Der Vorstand des Trägervereins des Robinson-Kindergartens und des Waldkindergartens „Wurzelwerk“ kündigt an, während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. Januar 2016 aus persönlichen Gründen geschlossen die Ämter niederzulegen.

„Es ist davon auszugehen, dass auf der Versammlung kein neuer Vorstand gebildet werden kann“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Folge: Der Verein ist nicht mehr handlungsfähig – es muss die Bestellung eines Notvorstandes beim Amtsgericht beantragt werden. Mittels eines so genannten Interessensbekundungsverfahrens soll anschließend ein neuer Träger gesucht werden, der möglichst zum Start des nächsten Kindergartenjahres am 1. August beide Einrichtungen übernimmt.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert Anna Brandes, Vorsitzende des Trägervereins, die Gründe für diesen Schritt: „Wir haben keine Chance, ein Unternehmen wie die beiden Kitas ehrenamtlich zu leiten“, sagt sie. Es seien unzählige Vorschriften, die beachtet werden müssten, die Führung der Mitarbeiter sei ebenso zu bewerkstelligen wie die Fürsorge für die Kinder und deren Eltern zu gewährleisten. „Das ist ein Vollzeitjob, unsere Familien leiden darunter, wir haben kein Privatleben mehr – dieser Zustand ist nicht weiter tragbar“, sagte Brandes. In persönlichen Gesprächen seien die Betroffenen bereits informiert worden. Auch die offiziellen Stellen hätten ein Schreiben mit der Rücktritts-Ankündigung erhalten.

„Ich habe Verständnis für diese Entscheidung“, sagte Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) gegenüber dieser Zeitung. Er stehe privaten Trägervereinen grundsätzlich positiv gegenüber, sehe aber auch den deutlich gestiegenen Aufwand und die hohe Belastung des ehrenamtlichen Vorstands. „Wir müssen jetzt diesen formalen Weg gehen, um dann nach einem anderen Träger zu suchen“, sagte Brummund. Grundsätzlich sei er jedoch optimistisch, eine Lösung zu finden. „Wir brauchen diese Betreuungsplätze“, betonte der Bürgermeister.

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