Der Traum vom großen Sport

Zuspielen, loslaufen, Torschuss – an verschiedenen Stationen übten sich die Kids in der Technik.
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Zuspielen, loslaufen, Torschuss – an verschiedenen Stationen übten sich die Kids in der Technik.

80 Kinder kicken im Camp der Fußballschule des HSV auf dem Gelände der Spielvereinigung Halstenbek/Rellingen

shz.de von
11. August 2018, 16:05 Uhr

Fußbälle so weit das Auge reicht, fröhliche Kinder in Trikots und Stutzen – dieses Bild bot sich in der vergangenen Woche jeden Tag auf dem Fußballplatz der Spielvereinigung Halstenbek/Rellingen. Fünf Tage lang nur das machen, was man am Liebsten tut – Fußball spielen. Fünf Tage lang trainieren wie ein Profi. Dazu hatten etwa 80 Kinder in dieser Woche die Möglichkeit. Sie waren Teilnehmer des Camps der Fußballschule des HSV.

„Die Kids sind zwischen sechs und 13 Jahren alt“, sagte Falco Marquaß, der das Camp in Halstenbek leitet beim Besuch unserer Redaktion. „Sie sind in fünf Gruppen aufgeteilt, die dann die Altersklassen trennen.“ Jeder Gruppe sei ein eigener Trainer zugewiesen. Von Anfänger bis Fortgeschrittenem war alles dabei. „Teilweise haben wir hier Balltalente, daneben dann auch Kinder, die noch nie mit einem Fußball gespielt haben. Die Mischung ist toll“, sagte der Campleiter.

„Es gibt verschiedene Stationen, an denen die Kinder sich in Technik, Koordination und Torschuss üben“, berichtete Marquaß weiter. An vielen Stationen wurden die einzelnen Gruppen jeweils nochmal unterteilt. Und dann hieß es: Wettkampf. An einer Station beispielsweise musste ein Team zum Elfmeterschießen. Das andere Team musste in der Zeit Kegel umschießen. Sobald alle Kegel getroffen waren, tauschten die Teams die Rollen. „Auch wenn hier viel gelernt wird, steht doch der Spaß im Vordergrund“, sagte Marquaß. Aus diesem Grund erwartete die Kinder an jedem Tag auch eine Überraschung. „Am Mittwoch war das Maskottchen des HSV, der Dino, hier vor Ort. Das war für viele ein Highlight“, berichtete Marquaß.

Spaß hatten die Kinder offensichtlich. Breites Grinsen war überall sichtbar, Jubelschreie zu hören. Sandra hatte bereits zum zweiten Mal bei einem solchen Camp mitgemacht – und würde es auch immer wieder machen. „Ich finde es echt toll, dass wir hier verschiedene Dinge lernen und nicht nur Torschüsse“, sagte sie. „Die Tricks und die Regeln sind genau so wichtig.“ In einem Verein sei die Elfjährige zwar nicht, spiele aber seit gut sechs Jahren Fußball in ihrer Freizeit. „Vielleicht gehe ich irgendwann mal in einen Verein“, erzählte sie weiter.

Eine Vereinsmitgliedschaft ist für die Teilnahme an einem Camp keine generelle Voraussetzung. „Wir wollen es so jedem Kind ermöglichen, mitzumachen und Spaß am Fußball zu haben“, sagte Marquaß. Die Fußballschule des HSV macht in ganz Schleswig-Holstein Station. „Während der Sommerferien haben wir an zehn Standorten parallel Camps“, führte der Campleiter aus.

Das Ziel dieser Trainingseinheiten sei einfach: Kinder für den Fußball und den HSV begeistern und den Spaß an der Bewegung vermitteln, so Marquaß.

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