zur Navigation springen

Investition : Der Tangstedter SV will Kunstrasenplatz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine dauerhaft bespielbare Fläche soll den Fußball attraktiver machen. Finanzielle Unterstützung der Gemeinde ist aber nötig.

von
erstellt am 09.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Tangstedt | Der Grandplatz auf dem Gelände des Tangstedter Sportvereins (TSV) am Hasloher Weg hat seine besten Zeiten hinter sich: „Er müsste in naher Zukunft – ungefähr in drei bis fünf Jahren – saniert werden“, sagte Stefan Ahrens, Zweiter Vorsitzender und Schiedsrichter-Obmann des Vereins. Die oberste Sandschicht sei mehr oder weniger aufgebraucht.

Doch diese Investition will der Verein lieber zukunftsweisend tätigen. „Gerade bei der Arbeit und Ausbildung von Jugendlichen ist ein gleichbleibend bespielbarer Platz wichtig“, sagte Ahrens. Dies ermögliche ein Kunstrasenplatz durch seine Witterungsunabhängigkeit. Nur so könne die Nachwuchsarbeit des TSV mittel- und langfristig ausgebaut werden. „Die Wartelisten für angehende Bambini-Teilnehmer sind gut gefüllt und aus der bisherigen Gruppe sollen weitere Jugendmannschaften entstehen“, erläuterte der Fußballer. Mit dem neuen Rasenplatz werde die Attraktivität des Vereins gesteigert. Auch schulische Veranstaltungen wie etwa Bundesjugendspiele könnten künftig auf dem neuen Platz ausgetragen werden.

Zudem biete sich eine weitere Einnahmequelle an: „Der Platz kann in Ruhezeiten an andere Vereine und Mannschaften vermietet werden.“ Auch die Kosten und die Zeit, die derzeit für die Pflege des Platzes aufgewendet werden müssten, könnten reduziert werden. „Das Walzen und das Ausbessern von Löchern kann entfallen“ erläuterte Ahrens. Auch das Kreiden des Platzes entfalle, da die Linien permanent auf dem Spielfeld aufgetragen würden.

Ein weiteres wichtiges Argument sei der gesundheitliche Aspekt. „Kuhlen, Löcher und Unebenheiten gibt es dann nicht mehr – die Spieler knicken weniger um“, sagte Ahrens. Schürfverletzungen gehörten ebenfalls der Vergangenheit an. „Zu guter Letzt würde auch das Ansehen der Gemeinde steigen – schließlich repräsentiert auch ein Sportverein das Dorf“, sagte Ahrens.

Die Summe der Investition, in der auch sämtliche Baunebenkosten sowie das Herrichten der Wege und Bänke für die Mannschaften enthalten sind, beläuft sich auf 540.000 Euro. „Das schaffen wir nur mit Hilfe der Gemeinde“, weiß Ahrens. Allerdings könne diese Summe durch Eigenleistungen des Vereins deutlich reduziert werden. „Wir setzen die Kosten lieber mit einer realistischen Rechnung an und zahlen am Ende weniger als andersherum“, betont der Zweite Vorsitzende.

Der Zeitpunkt für eine Kreditaufnahme bei der KfW-Bank sei dank der günstigen Zinsen gut. „Die Zinslast könnte der Verein tragen“, sagt Ahrens weiter. Zudem könnten Fördergelder vom Kreis- und Landessportverband beantragt werden. „Ich würde mich freuen, von den Fraktionen im Ort eingeladen zu werden, um das Konzept vorzustellen und Fragen zu beantworten“, betont der Sportler. Den Politikern des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Soziales wird Ahrens während der nächsten Sitzung am Mittwoch, 25. Mai, Rede und Antwort stehen. Beginn der Sitzung im Gemeindezentrum am Brummerackerweg ist um 20 Uhr.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen