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Halstenbek : Der Tafel-Transport stößt an Grenzen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 30 Halstenbeker Bedürftige: Organisatoren hoffen auf weiteren Bus mit Fahrer. Auch Rad-Taschen für Lebensmitteltransport gesucht.

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 16:30 Uhr

Halstenbek | Seit mehr als drei Jahren sorgen die Halstenbeker Dagmar Falkenberg und Hartmut Wieschalk als freiwillige Hauptorganisatoren dafür, dass immer donnerstags ab 15 Uhr bedürftige Menschen per Auto und Kleinbus zur Schenefelder Tafel transportiert werden können. Doch die Möglichkeiten sind erschöpft: Es gibt zuviele Menschen und zu wenige Transportmöglichkeiten.

Das Duo, im Hintergrund unterstützt von Therese Wiethoff, schlägt Alarm: „Wir stoßen an unsere Möglichkeiten. Wir brauchen dringend einen weiteren Kleinbus, am besten noch mit Fahrer.“ Zum besseren Verständnis: Anfangs waren es lediglich acht bis zehn Menschen, die den Service nutzten. Mittlerweile – laut Falkenberg bedingt durch die hohe Zahl von Flüchtlingen – stehen regelmäßig mehr als 30 Menschen an den drei Haltestellen Erlöserkirche, Feuerwehr und Verbindungsweg, um mit zwei Touren um 15 und 16.15 Uhr hin und zurück vom Osterbrooksweg 13A in Schenefeld transportiert zu werden.

Der Bus der evangelischen Kirche sowie der Jugendbus stehen dafür zur Verfügung. Hinzu kommen der Bus der Awo, der aber nur von Fahrern genutzt werden kann, die Mitglied des Vereins sind. „Auch die katholische Kirche gibt sich mit ihrem Busangebot sehr viel Mühe. Doch der Transporter ist kreisweit sehr ausgelastet“, bedauert Wieschalk.

Dass vier bis fünf Privat-Pkw und deren Halter im wöchentlichen Wechsel mitfahren – demnächst auch mit einer speziellen Transport-Versicherung abgesichert – ist für Falkenberg ein großer Segen. „Aber auf Dauer keine Lösung“, prognostizieren die Helfer. Konsequenz aus dem Dilemma: „Wir müssen Menschen stehen lassen, müssen Familien, ältere Menschen, Schwangere und Kranke vorziehen“, sagte gestern Falkenberg.

Entlastung für den Tafel-Shuttle bringen diejenigen, die die fünf Kilometer zur Tafel mit dem Fahrrad fahren. Dafür sind dringend Fahrradtaschen für den Lebensmitteltransport nötig. Falkenberg weist darauf hin, dass Spenden im Jugendzentrum JubA 23, Bahnhofstraße 22, abgegeben werden können.

 

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