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Sammeln in Rellingen : Der Spendentopf ist prall gefüllt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dieter Schröder unterhält die Rellinger mit seiner Drehorgel. 1450 Euro gehen an Helfer der Gruppe „Runder Tisch Asyl“.

Rellingen | Es war kalt, windig, es nieselte. Zeitweilig war kein Mensch auf der Straße. Außer einem: Dieter Schröder. Von 9 Uhr an stand der Kaufmann und Gemeinderat am Silvestermorgen mit seinem Leierkasten in der Hauptstraße und sammelte für einen guten Zweck, am letzten Tag des Jahres 2015, für die ehrenamtlichen Helfer der Gruppe „Runder Tisch Asyl“.

Lange war Schröder nicht allein. Schließlich ist der morgendliche Klönschnack zu Drehorgelklängen für viele Rellinger aus dem Silvester-Ritual längst nicht mehr wegzudenken und außerdem bietet der kleine Platz neben dem traditionsreichen Einzelhandelsgeschäft der Raumausstatter-Familie genügend Unterstellmöglichkeiten. Da konnte das Schmuddelwetter der Stimmung nichts anhaben. Heißer Glühwein und süßer Kinderpunsch trugen auch zur guten Laune bei. Schröders Sohn Karsten war der vielbeschäftigte Mundschenk des Tages.

Die fünfte Schröder-Generation, die Enkel Tom (13), Line Kristin (11) und Ida Carlotta (7) mischten ebenfalls fleißig mit: Neben Steinen, die sie während der Sommerferien am Strand von Fehmarn eingesammelt und für ihren Silvester-Verkaufsstand bunt bedruckt hatten, boten sie erstmals Waffeln mit Puderzucker an. Das Geschäft ging gut. Die vierjährige Charlotte musste aber eine ganze Weile warten, bis ihre Waffel fertig war: Beim ersten Versuch hatten die Kinder in ihrem Eifer das Eisen viel zu heiß werden lassen. Als dann Greta dran war, klappte alles schon besser und die Zweieinhalbjährige biss beherzt zu, zumal da Papa Miljan Hückelheim ihr liebevoll zur Hand ging. Für die Steine gab es sogar Sammler. Petra Kucklies und Dirk Bartels gehörten dazu. Sie erwarben an diesem Morgen das sechste Stück ihrer Kollektion. Am frühen Nachmittag verstaute Schröder sein Musikinstrument wieder. Am Ende hatten sich 1450 Euro im Spendenkessel angesammelt, etwa 200 mehr als bei der Vorjahresaktion. Das machte auch Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke glücklich: „Es zeigt, dass die Rellinger ein Herz für die Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten haben. Das macht zuversichtlich, dass Integration bei uns klappt.“


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