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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 11:20 Uhr

Tangstedt : Der Schuldenberg wächst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fehlbetrag 2014 muss um 69.300 nach oben Euro korrigiert werden.

von
erstellt am 26.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Tangstedt | Kurz vor Jahresende muss die Gemeinde Tangstedt den Haushalt für das laufende Jahr korrigieren – und auch für den bereits beschlossenen Doppelhaushalt der Jahre 2015/16 steht jetzt schon fest, dass die Zahlen berichtigt werden müssen. „Heute hat das Land Schleswig-Holstein die Korrekturen für den Haushaltserlass 2015 bekannt gegeben. Tangstedt erhält nach jetzigem Stand etwa 32.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen“, gab Tangstedts Bürgermeister Detlef Goos (FDP) während der jüngsten Finanzausschusssitzung bekannt. Ob dieser Betrag erneut geändert werde, sei derzeit nicht abzusehen.

Die Berichtigung des Haushalts für das laufende Jahr erklärte Goos mit gestiegenen Ausgaben. „Zunächst müssen wir eventuell mit einer Nachtragsforderung bei der Amtsumlage in Höhe von rund 40.000 Euro rechnen“, erläuterte der Bürgermeister. Diese Summer werde aus Vorsichtsgründen für erhebliche Mehraufwendungen für Asylsuchende erhoben. „Der Betrag ist vom Amt noch nicht festgesetzt“, betonte Goos.

Des Weiteren sei damit zu rechnen, dass die an andere Gemeinden zu entrichtenden Schulkostenbeiträge um etwa 70.000 Euro höher ausfielen als ursprünglich geplant. „Das liegt daran, dass der Abrechnungsmodus geändert wurde und keine Abschläge mehr bezahlt werden, sondern die vollen Kosten auf die Schüler umgelegt werden“, erklärte Goos weiter.

Außerdem fordere die Kirche als Träger des Kindergartens Zinszahlungen in Höhe von 26.000 Euro. „Die Rechnungen der Firmen, die an der Erweiterung des Kindergartens beteiligt waren, gingen nicht wie ursprünglich abgesprochen an die Gemeinde Tangstedt, sondern an die Kirche“, berichtete Goos. Die hätten bezahlt und die Kosten erst später der Gemeinde in Rechnung gestellt – mit einer entsprechenden Zinsforderung.

In der folgenden Diskussion äußerten mehrere Ausschussmitglieder parteiübergreifend ihren Unmut. Beschlossen wurde schließlich, dass dieser Betrag mit einem Sperrvermerk in den Haushalt eingestellt wird und die Verträge mit der Kirche geprüft werden. Bis zur Sitzung der Gemeindevertretung im Dezember soll geklärt werden, ob die Gemeinde überhaupt bezahlen muss und falls ja, wie der geforderte Betrag zustande kommt.

„Erfreulich ist dagegen, dass wir Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer verzeichnen können und der Jahresfehlbetrag sich lediglich um 69.300 Euro auf insgesamt 282.500 Euro erhöht“, schloss Goos.

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