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Rellingen : Der RTV trennt sich von Geschäftsführerin Andrea Rodig

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am 16. Dezember verabschiedet sich Andrea Rodig aus dem Amt. Es ist nach nur 15 Monaten ihr letzter Arbeitstag.

Rellingen | Im September 2014 sollte mit Andrea Rodig als neue Geschäftsführerin des Rellinger Turnvereins (RTV) mit etwa 1700 Mitgliedern eine neue Ära beginnen. Die 35-jährige Mutter der damals einjährigen Hannah löste Ingrid Wirkus, die nach 34 Jahren an der RTV-Spitze Verantwortung vorlebte, ab. Doch am 16. Dezember verabschiedet sich Rodig aus dem Amt: Es ist nach nur 15 Monaten ihr letzter Arbeitstag.

Rodig nennt die Gründe dafür, warum der Verein ihr gekündigt hat und sie eine neue Herausforderung anstrebt: „Ich gehe, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Schulterschluss mit dem Verein nicht möglich war.“

Der Job mit Lohnabrechnungen, Personalmanagement, neuen Medien und Personalführung war zu guter Letzt zu aufreibend. Eine 30-Stunden-Woche, wie der RTV mit Rodig vertraglich vereinbart hatte, reichte nicht aus. „Ich habe schon eine 40-Stunden-Woche gemacht“, beschreibt Rodig ihren Alltag. Doch Gespräche mit der Vereinsspitze um Sven Schubert hätten ergeben, dass der Verein keine Flexibilität bezüglich Familie zugestehen wollte.

Rodig weiter: „Auch mein Vorschlag, eine 24-Stunden-Kraft als Vertretung im Büro einzustellen, wurde leider nicht akzeptiert.“ Familie und Beruf habe aber letztlich alle ihre Kräfte gebündelt, gibt sich Rodig realistisch. Schubert sagte dazu gestern: „Frau Rodig hat gute Arbeit geleistet. Aber letztendlich ist der Job nur mit einer 40-Stunden-Woche zu leisten.“

Am Mittwoch, 16. Dezember, ist ab 18 Uhr der RTV Gastgeber des „Lebendigen Adventskalenders“ in der Hohle Straße 14. Mit Punsch, Glühwein und Keyboard-Spieler für Weihnachtslieder. Ihr letzter Auftritt. Rodig weiß das. Und wünscht ihrem Nachfolger – ausgewählt aus 43 Bewerbern – für dessen Start ab Anfang Januar alles Gute. Eine Übergabe liegt nicht mehr in der Hand von Rodig. Da ist dann Ingrid Wirkus nochmal gefragt.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 17:46 Uhr

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