Pinneberg : Der Rosenmarkt wächst und gedeiht

Manfred und Angelika Hentrich (von links) stoßen mit Erika und Johannes Perle auf den schönen Tag im Rosengarten an
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Manfred und Angelika Hentrich (von links) stoßen mit Erika und Johannes Perle auf den schönen Tag im Rosengarten an

Mehr als 50 Aussteller waren bei der vierten Auflage der Veranstaltung. Eine Besonderheit war der „Shuttle-Service“: Die Einkäufe wurden per Schubkarre zum Auto der Besucher transportiert.

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30. Juni 2014, 10:15 Uhr

Pinneberg | Der Männergesangverein von 1857 brachte die Menge mit Lobliedern auf Rosen und andere Blumen in Stimmung, Bürgervorsteherin Natalina Boenigk hielt eine mitreißende Rede. Von da an hatten mehr als 50 Aussteller des vierten Rosen- und Pflanzenmarkts im Pinneberger Rosengarten alle Hände voll zu tun, Kauflustige mit Pflanzen, Stauden, Gartenschmuck und vielen anderen Produkten zu bedienen. Joachim-Ulrich Haß, Vorsitzender des Freundeskreises Rosengarten, blickte glücklich in die Runde. Die Veranstaltung sei in wenigen Jahren so populär geworden, dass die Fläche erheblich vergrößert werden musste, stellte er fest.

Der Zuwachs war deutlich zu erkennen. Fast überall im Park gab es Stände oder Vorführungen, alle fast ununterbrochen von Interessenten umlagert. Manche Besucher waren an diesem Tag ganz zufällig im Rosengarten wie Ingeborg Jebens aus Hamburg und Eva-Marie Diekmann aus Rellingen. Das Markttreiben gefiel ihnen sehr und sie deckten sich auch gleich mit Kräutern und Stauden ein. Nicht ganz so spontan waren Karin Killich, Patrizia Süßmann und Peter Schmidt. Vor ihrer Kaufentscheidung sogen sie von jeder Rose erst einmal eine Duftprobe ein. Angelika und Manfred Hentrich sowie Erika und Johannes Perle ließen sich den Wein gut schmecken, denn es gab nicht nur Pflanzen zu kaufen. Den Markt haben die beiden Ehepaare noch in keinem Jahr ausgelassen.

Neben den Erzeugnissen der Gärtnereien, Rosenzüchter und Baumschulen faszinierte das kunsthandwerkliche Angebot mit einer fantasievollen Vielfalt an Gartendekoration. Bücher, Bürsten, Seifen, textile Handarbeiten und sogar handgemachter Ketchup waren ebenfalls zu haben.

Bernd Hinrichs von der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Rockville-Pinneberg führte seinen Gast aus der Partnerstadt, Englischlehrer Mike Dickel von der Wooton-Highschool, über den Rosengartenmarkt. Bei Julia Kluxen vom Imker-Verband fand der Lehrer den begehrten norddeutschen Honig. Karin, Renate und Ingrid verliebten sich am Stand von Melanie Strack in eine allerliebste Raupe Nimmersatt. Thesdorfs Grundschulleiter Holger Meyer und Ehefrau Alice konnten an anderen Schmuckstücken nicht vorbeigehen. Fair gehandelte und umweltschonend transportierte Schokolade gab es bei den Schwestern Karin (11) und Randi Sandmann (14). Unter dem Slogan „Jetzt retten wir Kinder die Welt“ vertraten die beiden „Botschafterinnen für Klimagerechtigkeit“ die Stiftung „Plant-for-the-Planet“.

Wer mit vollen Körben oder Taschen zum Parkplatz zurück musste, brauchte sich nach dem Einkauf nicht abzuschleppen. Die umsichtigen Rosengartenfreunde hatten für sie einen Shuttledienst per Schubkarre eingerichtet.

An manchen Ständen wie beim Bildhauer Frank Speth konnte man auch die Herstellung der Angebote beobachten. Mitten in all dem Betrieb unterhielt die Kostümgruppe „Nachfahren von Cay Lorenz“ ihr Publikum mit festlichen barocken Tänzen. Anna Goldmund aus Wedel hatte Schülerinnen ihres Zeichenkurses im Schlepptau. Die machten sich gleich morgens an die Arbeit, Bäume zu porträtieren. Fröhlich und gesellig ging es an den Ständen der Gastronomie zu. „Schade, dass der Markt nur einen Tag lang ist“, war ein häufig gehörter Seufzer.


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