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Verwicklungen und Wortgefechte : Der Rellinger Theaterverein bring eine turbulente plattdeutsche Komödie auf die Bühne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Viel Lob gab es von den Zuschauern. Die Schauspieler präsentierten das Stück zur Freude von Zuhörern in plattdeutscher Version.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 16:30 Uhr

Rellingen | „Herrlich“, „Eine gelungene Vorstellung“: Die 120 Gäste in der gut besuchten Vorstellung im Rellinger Hof sparten nicht mit Lob. Der Theaterverein Rellingen hat mit „De Nervbüdel“ eine turbulente Komödie von Francis Weber auf die Bühne gebracht. Die Schauspieler präsentierten das Stück zur Freude von Zuhörern in plattdeutscher Version.

Die Darsteller beherrschen die Sprache und steigerten sich in die Verwicklungen, die sich auf zwei Schauplätzen abspielten, gekonnt hinein. Die Geschehnisse folgten, entsprechend den Anforderungen an eine Boulevard-Komödie, schnell aufeinander: Die Hotelchefin (Friederike Bauer) erfährt von den Selbstmordabsichten Hans-Dieter Spitzecks (Andreas Rode). Sie beschließt, die Polizei zu holen. Um dieses Vorhaben zu stoppen, verspricht Killer Ralf (Dirk Schaller) auf Spitzeck aufzupassen. Dieser wiederum versteht als intensive Freundschaftsbekundungen, was in Wahrheit aus berechnenden Motiven resultierende Bemühungen sind.

Schaller wie Rode meisterten gekonnt die den Rollen abverlangte intensive Bühnenpräsenz. Rode war die Verkörperung eines echten „Nervbüdels“ förmlich auf den Leib geschrieben. Er brachte vor allem seine Ex-Ehefrau, charmant gespielt von Raina Klehn, sowie Killer Ralf zur Verzweiflung. Der Arzt und Geliebte der Ehefrau (Bernd Kathmann), der Polizist (Stefan Schmidt) und die Hotelchefin sorgten für noch mehr chaotische Verwicklungen.

Das Publikum kam bei dem Stück auf seine Kosten.
Das Publikum kam bei dem Stück auf seine Kosten. Foto: Frauke Heiderhoff
 

Darstellerin Klehn wuchs mit der plattdeutschen Sprache auf. Sie beeindruckte am Stoff, wie viele weitere Zuschauer, vor allem die im Stück dargestellten Charaktere. Auch die seit zehn Jahren in Rellingen lebenden Peter und Ute Tegen genossen die Aufführung. Sie besuchen regelmäßig die Vorstellungen, seitdem sie in der Gemeinde wohnen. Margrit Möllers Satz „Theater macht süchtig“ ließ sich insofern gut nachvollziehen.

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