Schulzentrums Süd in Quickborn : Der Rat stimmt für die Spar-Sanierung

Mit 14 Ja-, zehn Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen votierte das 26-köpfige Gremium während seiner Sondersitzung für den Spar-Vorschlag der Verwaltung.
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Mit 14 Ja-, zehn Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen votierte das 26-köpfige Gremium während seiner Sondersitzung für den Spar-Vorschlag der Verwaltung.

Die 800.000-Euro-Variante für die neue Lüftung des Schulzentrums Süd ist beschlossen.

shz.de von
29. Juli 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Die Planungen für die Sanierung des Schulzentrums Süd können voranschreiten. Denn am Montagabend fällten die Quickborner Ratsmitglieder eine Schlüsselentscheidung: Mit 14 Ja-, zehn Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen votierte das 26-köpfige Gremium während seiner Sondersitzung für den Vorschlag der Verwaltung. Danach wird für den Einbau der Be- und Entlüftungstechnik eine Variante realisiert, die 793.100 Euro kostet. Dafür stimmten die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen.

Vor der Abstimmung hatten SPD und FDP einen gemeinsamen Antrag eingebracht. Dieser hatte zum Ziel, für die weitere Planung eine optimierte und letztlich zirka 500.000 Euro teurere Variante zu verfolgen. Die Mehrkosten wären durch ein zusätzliches Technikgeschoss, reduzierte Verkleidungen der Lüftungsrohre und -kabel sowie den Einbau von Dachfenstern – um den Wegfall von Tageslicht zu kompensieren – entstanden. Doch dieser Antrag wurde abgelehnt; die elf Stimmen der Antragsteller reichten nicht aus.

Der Entscheidung war eine zirka einstündige Diskussion über Vor- und Nachteile, Kosten und Folgekosten sowie die Vertretbarkeit der kostengünstigeren Variante vorausgegangen. In den vorherigen Sitzungen der Fachausschüsse hatten Vertreter des Elsensee-Gymnasiums und der Goethe-Schule, die nach der Sanierung ins Schulzentrum Süd umziehen soll, Kritik an der Ursprungsplanung geübt: Die sogenannten Abkofferungen, die Verkleidung der Lüftungstechnik, beeinträchtigten die Lernatmosphäre, weil sie sich auf das Raumempfinden auswirkten, lautete der zentrale Einwand. Daraufhin war der zweite Entwurf entwickelt worden.

Optimierte Variante ist Makulatur

Doch dieser ist seit Montag Makulatur. In den Redebeiträgen wurde schnell deutlich, wie die Lager verteilt sind: hier CDU und Bündnis 90/Die Grünen pro Verwaltungsvorschlag, dort FDP und SPD, die sich für die verbesserte Variante aussprachen. Einen Vorstoß unternahm Wolfgang Tröger, der zwischenzeitlich einen Antrag der SPD verlas. Demnach sollten zwar die neuen Pläne verfolgt werden, jedoch ohne den Einbau von Dachfenstern.

Die Überlegung dahinter: Der vorgesehene Austausch von Verblendungen durch Glasteile ermöglicht ausreichend Tageslicht in den Klassenräumen, ohne dass für etwa 300  000 Euro zusätzliche Fenster eingebaut werden müssen. Annabel Krämer (FDP) und Ingrid Cloyd-Nuckel (SPD) beantragten in der Folge eine Sitzungsunterbrechung. Nach der zehnminütigen Pause war es SPD-Mann Ulf Marrek, der den Antrag zurückzog und stattdessen den gemeinsam mit der FDP formulierten verlas. Krämer ergänzte: „Wir wären auch bereit gewesen, eine abgespeckte Variante zwei mit reduzierten Dachfenstern zu verfolgen.“ Aber Grüne und CDU hätten sich nicht auf einen Kompromiss eingelassen. Es folgte die Ablehnung des Antrags und die Zustimmung für knapp 800.000 Euro.

Am Tag nach der Sitzung, für die einige Politiker ihren Urlaub unterbrochen hatten, skizzierte der städtische Projektleiter Ralf Gercken die praktischen Auswirkungen der Entscheidung: „Die Varianten unterscheiden sich, was die Belüftung angeht, minimal. Das merkt der Nutzer nicht. Die Belichtungssituation entspricht dem Standard und wird durch den Austausch der Paneelen gegen Glas verbessert, weil Licht von oben einfällt.“ Die Abkofferungen seien „vertretbar“ und sollten während der Ausführung möglichst noch reduziert werden.

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