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Schülerzeitung : Der Pressident ist wieder spitze

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Schülerzeitung der Theodor-Heuss-Schule ist für einen Preis des Magazins „Der Spiegel“ nominiert. Die endgültige Entscheidung fällt am 30. Juni.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 12:30 Uhr

Pinneberg | Sie stehen wieder auf dem Treppchen. Der Pressident, die Schülerzeitung der Theodor-Heuss-Schule (THS), ist erneut vom „Spiegel“ für den renommierten Schülerzeitungspreis nominiert worden. „Damit sind wir sicher unter den drei Besten in der Kategorie online“, freut sich David Hock, Mitglied der Chefredaktion. Die Zeitungsmacher von der THS können sich noch über eine weitere Auszeichnung freuen. Im Wettbewerb „InklusivKreativ“ der Aktion Mensch holten der Pressident den ersten Platz in der Kategorie „Texte von Jugendlichen“.

Es sind nicht die ersten Lorbeeren, die sich die schülerinnen und Schüler der THS verdienen. 2012 und 2011 hatte das Team bereits den Preis des Spiegels einheimsen können. Doch die Auszeichnungen in diesem Jahr sind etwas besonderes – es sind die ersten Ehrungen seit dem Abgang von Pressident-Gründer Tim Hoenig. Der ist zwar noch THS-Schüler, übergab das Projekt aber vor dem Abistress an seine Nachfolger. Tim hatte das Projekt 2010 ins Leben gerufen – als 14-Jähriger. „Tim hatte immer einen Plan, immer ein Konzept“, erklärt der 17-jährige David. Eigentlich sollte er alleiniger Chefredakteur werden. Sein Vorgänger führte ihn in die Aufgaben wie Layout und Anzeigenakquise ein. Für ihn war jedoch schnell klar: „Ich wollte das nicht alles allein machen – ich hatte oft das Gefühl, das wächst mir über den Kopf.“ David stellte daraufhin eine gleichberechtigte Chefredaktion zusammen. Sieben Schüler sind nun verantwortlich, insgesamt gehören 25 THSler aller Klassenstufen zur Pressident-Mannschaft. „Ich bin sehr stolz darauf, dass es dieses Team jetzt gibt“, so der THS-Schüler. Er selbst verstehe sich aber weiterhin als „Motor“. Die erste Ausgabe nach Tims Abgang sei noch verbesserungswürdig gewesen, die zweite jedoch schon sehr gelungen. Wie schafft es eine Schülerzeitung, Gesprächspartner wie Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo oder verschiedene Minister an Land zu ziehen? David meint, es sei nicht so schwer. Mut zu großen Themen und ein seriöses Anschreiben seien oft alles, was nötig sei. „Wenn es zum Gespräch kommt, sind die Interviewpartner uns gegenüber sogar oft besonders offen.“ Der volle Trophäenschrank und die professionelle Aufmachung der Pressident-Website würden zusätzlich helfen. Mit der Entwicklung der Schülerzeitung ist David sehr zufrieden. „Wir sind etabliert, nicht nur an unserer Schule.“ Der Pressident habe den Redakteuren viele tolle Erlebnisse und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung ermöglicht. „Wir haben hier eine kleine Journalismuswelt – aber wir können sie selbst gestalten.“ Der Pressident sei nicht nur ein journalistisches Projekt, sondern eben auch ein pädagogisches. Damit auch zukünftige Schülergenerationen diese Erfahrungen machen können, feilt das frischgebackene Chefredaktionsteam bereits an seiner Nachfolge. David betont: „Wir sind alle in der elften Klassenstufe, wir werden daher auch alle gleichzeitig die Schule verlassen.“

Der Pressident erscheint seit 2010 durchschnittlich drei Mal im Jahr als gedruckte Schülerzeitung und wird an der THS kostenlos verzeilt. Alle Inhalte sind auch online zu finden. www.ths-pressident.de
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