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Pinneberg : Der Polizeichef wechselt nach Elmshorn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hauptkommissar Thorsten Buchwitz übernimmt Leitung des Elmshorner Reviers. Ein Nachfolger für die Kreisstadt wird noch gesucht.

Pinneberg | Der gebürtige Elmshorner, Erster Polizeihauptkommissar Thorsten Buchwitz, hat am Montag die Leitung des knapp 80 Mann starken Polizeireviers Elmshorn in der Moltkestraße übernommen. Das gab der Leiter der für den Kreis Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg, Andreas Görs, gestern bekannt. Buchwitz, der bis Ende vergangener Woche das Polizeirevier in Pinneberg leitete, löst damit den erst im Oktober 2013 als Revierleiter eingesetzten Polizeirat Carsten Rapp ab, der nun in die Personalabteilung des Kieler Innenministeriums wechselt.

Eigentlich, so sagte Buchwitz gestern, hatte er vorgehabt, länger als nur sechs Jahre in der Kreisstadt zu bleiben, in der die Geschicke nun kommissarisch vom Ex-Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Matthias Wieske, gelenkt werden. Doch der Reiz, in die Stadt zu wechseln, in der er geboren wurde, aufgewachsen, „verwurzelt und vernetzt“ ist, habe überwiegt, sagte der Präsident des Lions Clubs Elmshorn und das engagierte Mitglied des Round Table.

Dieses soziale Engagement war auch einer der Gründe, warum Görs den 51-Jährigen für den Leiterposten auserkoren hatte: Das Elmshorner Revier sei eine bedeutende Polizeidienststelle, für die der Behördenleiter jemanden gesucht habe, der über Führungserfahrung, Kenntnisse im Umgang mit großen Einsatzlagen, einer sehr hohen Belastbarkeit, einem Hang zur Eigeninitiative, äußerst hoher sozialer Kompetenz und Verhandlungsbereitschaft verfüge. Und genau diese Eigenschaften bringe Buchwitz mit. „Er ist ein Mensch, für den Verantwortung und Vertrauen keine Fremdworte sind – er lebt sie“, sagte Görs.

Buchwitz, der seinen nun etwa vier Kilometer langen Arbeitsweg aus dem Elmshorner Umland zur Dienststelle in der Krückaustadt täglich mit dem Fahrrad bestreiten möchte, hat nun nicht nur die etwa 80 Schutzpolizisten in Elmshorn unter sich, sondern auch die zwölf in Barmstedt und den einen in der Gemeinde Brande-Hörnerkirchen. Bislang waren Buchwitz 62 Beamte am Standort Pinneberg unterstellt, dem personell kleinsten Revier im Kreis.

Seine Sporen in Führungsämtern hat sich Buchwitz allerdings schon vorher verdient: Im Oktober 1980 trat der Erste Polizeihauptkommissar in die Landespolizei ein. Nach seiner Zeit bei der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin und an der Fachhochschule in Altenholz bei Kiel zog es den Beamten zwischen 1992 und 1997 zum Polizeirevier nach Elmshorn. Danach übernahm er die Leitung der Polizeistation in Barmstedt. Von 2000 bis 2003 war er dann Revierführungsbeamter in Wedel. Im Anschluss an die Tätigkeit wechselte er bis 2008 ins Leitungsamt der Polizei-Zentralstation in Glückstadt. Vom April 2008 bis August dieses Jahres war Buchwitz schließlich für Pinneberg und die Wache in Kummerfeld zuständig.

Wer dort nun die Leitung übernehmen wird, steht laut Görs noch nicht fest. In Kürze solle die Stelle landesweit ausgeschrieben werden. Solange halte Wieske erst einmal die Stellung.

Wenn es nach Buchwitz ginge, wäre die Versetzung nach Elmshorn die letzte in seiner Laufbahn. „Ich habe keine weiteren Karrierebestrebungen“, sagte der ehemalige Schüler der Bismarck-Schule. Wenn ihn die Polizeidirektion ließe, würde er gern die kommenden zehn Jahre das Polizeirevier Elmshorn leiten und sich um die Einsatzwahrnehmung, die Präsenz von Ordnungshütern vor Ort und Präventionsarbeit kümmern.

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erstellt am 03.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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