Festival in Pinneberg : Der Park bebt beim Wake up Pi

Die Orga steht: Veranstalter, Helfer und Sponsoren warten auf das Wake up Pi 2017.
Die Orga steht: Veranstalter, Helfer und Sponsoren warten auf das Wake up Pi 2017.

Mehr Rock und Metal soll es geben. Neue Sponsoren sind auch mit im Boot.

shz.de von
23. August 2017, 14:00 Uhr

Pinneberg | In zweieinhalb Wochen herrscht im Pinneberger Drosteipark wieder der musikalische Ausnahmezustand – dann steigt ab 14 Uhr die 17. Auflage vom Rockfestival Wake up Pi. Neue Bühne, alter Sound: Die Veranstalter rund um das Jugendzentrum Geschwister-Scholl-Haus (GSH) wollen zurück zu den Wurzeln. „Wir haben letztes Jahr mit Kiddo Kat einen Ausflug in Richtung Pop gemacht, dieses Jahr ist wieder Rock und Metal dabei“, sagt Joe Ratelbeck, Schlagzeuglehrer und Bandcoach beim GSH. Headliner am Sonnabend, 9. September, ist jedoch eine Reggae-Band: I-Fire aus Hamburg ist wieder dabei. „Sie gehören praktisch zur Family und sind in Deutschland echt angesagt“, sagt Ratelbeck.

Zu den Newcomern zählen dieses Jahr die Jungs in Cordhosen mit Pop und Rock, Inflator, die Alternative Metal spielen, Einsturz mit Punkrock und Royal Remains mit Alternative Rock. Mit der Band Brazing Bull ist auch Nu Metal vertreten und Trailer Park Sex setzt auf Experimental Post Hardcore.

Experimentell ist auch deren derzeit geplante Bandbesetzung: Laut Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann führten Zoff und Urlaub dazu, dass zwei Mitglieder ausfallen. „Es werden wohl wirklich nur der Sänger und die Schlagzeugerin auf der Bühne stehen, Gitarre und Bass kommen von zwei Bandmaschinen“, sagt er. „Das dürfte interessant werden.“ Ergänzt wird das musikalische Programm mit vier Jugendband-Projekten. „Das sind unsere Youngsters, sie sind zehn bis elf Jahre alt“, sagt Ratelbeck. Und: „Es macht richtig Spaß, sich die anzusehen.“ Zu den Schulbands gehören Jurassixx, The Elevens, Chi und Four Students of Rock.

Das ist das bewährte Konzept von Wake up Pi: Ein kostenloses Open-Air-Festival mit Topbands für Pinnebergs Jugend und gleichzeitig eine Chance für die lokalen Nachwuchsmusiker. Bei der Planung und Umsetzung sowie beim Auf- und Abbau helfen die zwei Veranstaltungsgruppen des GSH. „Sie sind mit verantwortlich für das Bandbooking und den Merchandise-Verkauf“, erläutert GSH-Leiter Jens Schmidt. „Auch die Technik-Crew ist eingebunden.“

Trotz des ehrenamtlichen Engagements: „Wir wollen nachhaltig etwas anbieten für die Jugend – das geht nur mit Unterstützung unserer Sponsoren“, sagt Bohmann. Viele sind seit Jahren dabei, doch einige sind neu. Unter anderem konnten von Stosch Immobilien und die Iwb Ingenieursgesellschaft für das Sponsoring sowie private Spender gewonnen werden. Gemeinsam stemmen sie den Etat von etwa 23  000 Euro.

Der Eintritt zum Wake up Pi ist frei. Für eingefleischte Fans gibt es wieder Festival-Bändchen für 2,50 Euro zu kaufen. Auch T-Shirts und Plakate können erworben werden. Am Rande des Musikfestivals läuft zudem ein Projekt der Stadtschülervertretung: Sie bauen ein Foto-Zelt für lustige Schnappschüsse auf. Wie im letzten Jahr sind Rucksäcke auf dem Festivalgelände verboten. Für die Sicherheit sorgt eine feste Security-Gruppe. Die Veranstalter rechnen wie in den letzten Jahren mit 2000 Besuchern.

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