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Pinneberger Wasserski-Arena : Der Neustart ist besiegelt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kaufvertrag unterzeichnet: Die Rellinger Familie Eppinger investiert mehr als 500.000 Euro in die Anlage am Fahlt. Es ist sogar ein Fischrestaurant geplant.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 16:58 Uhr

Donnerstagmorgen, 10 Uhr: Andreas Eppinger setzt seine Unterschrift unter den Kaufvertrag. In diesem Moment wird der Rellinger Geschäftsmann zum Besitzer der Pinneberger Wasserski-Arena. Einer 2007 eröffneten Extremsport-Anlage, die in den vergangenen Jahren heruntergewirtschaftet worden war – und die 2014 wieder zum Mekka der Wakeboarder werden soll. Eine Stadt hofft auf den Neustart. Eine Stadt hofft aufs Projekt Wasserski 2.0.

Topmoderne Technik, ein Stab von fest angestellten Kräften, ein ganzjährig geöffnetes Fischrestaurant und ein Kids-Club mit Badestelle – Eckpunkte des Konzepts für die Cable-Sport-Arena Pinneberg. Mehr als 500 000 Euro wird Eppinger in den Standort investieren. Plus Kaufpreis, über den er und Insolvenzverwalter Simon Boës Stillschweigen bewahrt haben.

Im Frühjahr hatte Ex-Arenachef Peter Schattenfroh Insolvenz anmelden müssen. Seitdem war Boës auf der Suche nach einem Nachfolger gewesen. Im engen Schulterschluss mit Henning Fuchs, dem Geschäftsführer der Stadtwerke, zu deren Vermögen das Areal am Fahlt gehört. 15 Interessenten hätten sich vorgestellt. Manch einer sei gleich ausgesiebt worden. „Wir hatten einige dabei, deren einzige Qualifikation darin bestand, Wasserski laufen zu können“, so Fuchs.

Letzteres gehört nicht zu Andreas Eppingers Stärken. Muss aber auch nicht. Er ist schließlich der Mann für die Finanzen, sorgt für Sicherheit. Eppinger hat eine gut laufende Firma im Rücken, die in Hamburg Autos an die Filmindustrie vermietet.

Das sportliche Know-How werden seine Söhne beisteuern. Sebastian (26) und Phillip (28) sind begeisterte Wakeboarder. Seit Jahren Stammgäste der Pinneberger Arena. Und ganz nebenbei noch vom Fach. Phillip arbeitet als Koch. Er wird Restaurant, Lounge und Bar mit 40 Plätzen leiten. Sebastian hat die Ausbildung zum Hotelbetriebswirt absolviert. „Ich kann meinen Söhnen ermöglichen, ihr Hobby zum Beruf zu machen“, sagt Andreas Eppinger. „Was kann es Schöneres geben?“ Der Unternehmer aus Rellingen will seine Kontakte zu Film und Fernsehen nutzen. Er kann sich sogar vorstellen, dass in der modernisiserten Arena künftig TV-Shows aufgezeichnet werden.

Bereits heute sollen die Umbauarbeiten an der Burmeisterallee starten. Zunächst wird entrümpelt und entkernt. Das vorhandene Mobiliar ist nicht mehr zu gebrauchen. „Alles verrottet“, sagt Eppinger. Auch der Schlepplift müsse überholt werden. Der Eingangsbereich werde an die Ecke Burmeisteralle/Rehmen verlegt. Den Saisonstart peilen die Eppingers für April 2014 an. Bürgermeisterin Urte Steinberg kann es kaum erwarten: „Danke, Sie schlagen ein neues Kapitel auf.“ Steinberg spricht von einem Familienunternehmen, das ein generationsübergreifendes Naherholungsgebiet erhalte. Fuchs findet freundliche Worte für Ex-Arenachef Schattenfroh: „Sein Konzept war richtig gut, es wurde nur nicht ausgefüllt.“

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