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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 00:19 Uhr

Elmshorn : Der neue Stadtkalender ist fertig

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ab 18 . November wird das Werk verkauft. Diesmal stehen die Gewerbetreibenden im Mittelpunkt. Die Auflage beträgt 3300 Stück.

Elmshorn | Sie ist noch gar nicht so lange her, die Zeit, in der Leitern noch auf Räderwagen montiert waren, die meisten Menschen wussten, was eine Meierei ist und die Fleischverarbeitung fast ausschließlich Handarbeit war. Aus dieser Zeit, den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, stammen die Motive des neuen Elmshorner Kalenders.  Er wird seit vielen Jahren von der Flora Apotheke herausgegeben, um damit den Förderverein des Stadtarchivs zu unterstützen und Stadtgeschichte lebendig zu machen. Das Stadtarchiv hat auch die Fotos kostenlos für den Kalender zur Verfügung gestellt.

Der Kalender 2016 widmet sich den Gewerbebetrieben, die Elmshorn in den vergangenen Jahrzehnten Wohlstand und Wachstum gebracht haben. Die schwarz-weiß Bilder stammen überwiegend von dem renommierten, in Elmshorn geborenen Fotografen Per Koopmann und geben Einblicke in eine mechanische Weberei, in die Margarineproduktion, die Schilderherstellung, den Getreideumschlag um Hafen oder den Stapellauf eines Großschiffes.

„Das Titelbild gefällt mir besonders gut“, sagt Sönke Kehrhahn, Inhaber der Flora Apotheke und Vorsitzende des Stadtarchiv-Fördervereins.  „Man sieht daran, wie sehr sich die Arbeitswirklichkeit – und auch unsere Stadt – innerhalb eines halben Jahrhunderts verändert hat.“ Das Bild zeigt Arbeiter in der Blockschmiede Hinrich Mohr, die sich damals in der Hafenstraße, in unmittelbarer Nähe der Krämer-Werft, befand. Die Schmiede formen ein größeres Stück, im Vordergrund ist ein vierscheibiger Block mit Doppelhaken zu sehen.

Viele der Firmen, die im Kalender abgebildet sind, stehen beispielhaft für den wirtschaftlichen Aufschwung in Elmshorn – allen voran natürlich der Hafen. Die Bilder geben aber auch Einblick in die Arbeitsbedingungen der damaligen Zeit. Im Monat Mai ist im Kalender etwa das Bild einer Arbeiterin in der Mechanischen Weberei „Hamilton, Koch & Co“, die sich bis 1982 am Standort des heutigen Pflegeheims „Haus Flora“ befand. „Das war echte Knochenarbeit“, sagt Kehrhahn.

Haben am Kalender mitgearbeitet: Hinrich Köhncke, Karl Heinz Kuhlemann, Jürgen Wohlenberg, Sönke Kehrhahn und Arno Freudenhammer. (Foto: Pfeifer)
Haben am Kalender mitgearbeitet: Hinrich Köhncke, Karl Heinz Kuhlemann, Jürgen Wohlenberg, Sönke Kehrhahn und Arno Freudenhammer. (Foto: Pfeifer)
 

Der Kalender der Flora-Apotheke sei in der Stadt sehr beliebt. „In den vergangenen Jahren haben immer mehr Vereine ihre eigenen Kalender herausgebracht“, erklärt Kehrhahn. „Unser Kalender nimmt aber immer noch eine besondere Stellung ein.“ Viele Bürger würden die Kalender über viele Jahre hinweg sammeln. Bei dem Kalender für das Jahr 2016 gab es besonders eine hohe Resonanz bei den Elmshorner Firmen – naturgemäß besonders bei denen, die im Kalender vertreten sind. „Wir schreiben jetzt die Firmen an und bieten ihnen ein Kontingent für ihre Mitarbeiter an“, erzählt Kehrhahn.

Wie schon in den Vorjahren wird der Kalender mit dem Titel „An die Arbeit!“ ab dem 18. November kostenlos an Kunden und Besucher der Flora-Apotheke in der Schulstraße abgegeben. Es wird jedoch um eine Spende von zwei Euro pro Exemplar gebeten, um das Stadtarchiv Elmshorn damit zu unterstützen. In den vergangenen Jahren kam durch den Verkauf des Kalenders, der immer in einer Auflage von 3300 Stück erscheint, rund 5000 Euro zusammen. Mitglieder des Fördervereins stehen in den ersten Tagen nach dem Erscheinen des Kalenders als Ansprechpartner in der Apotheke zur Verfügung, um von der Arbeit des Archivs zu berichten und Hintergrundinformationen zu den Kalender-Motiven zu liefern.  „Das sind oft sehr nette Gespräche, die uns viel Spaß machen“, sagt Vorstandsmitglied Arno Freudenhammer.

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erstellt am 14.Nov.2015 | 15:00 Uhr

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