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Pinneberger Tageblatt

19. November 2017 | 00:25 Uhr

Der Neue im Norden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erzieher Orke Schwänke leitet den Pinneberger Jugendtreff am Schulzentrum / Bis zu 40 Besucher am Tag

St. Pauli-Pulli, witziger Bart, lockere Art: Orke Schwänke kommt an bei den Kids. Der Erzieher ist neu im Team der Pinneberger Jugendarbeit. Seit März leitet er den in Nachbarschaft des Schulzentrums beheimateten Club Nord. „Wir sind froh, ihn gefunden zu haben“, sagt Jens Schmidt, Chef des Verbunds der Schul- und Sozialarbeit in der Kreisstadt.

Für viele Pinneberger ist Schwänke kein Unbekannter. Der 36-Jährige hat eine Vergangenheit in der Elementararbeit der Kita Waldstraße. Er zeichnete in dieser Funktion häufig für Veranstaltungen auf dem Bauspielplatz am Hafen verantwortlich. Jetzt hat er ältere Jungen und Mädchen um sich. „Ich wollte einfach mal etwas anderes machen“, sagt Schwänke, der sich auch studierter Betriebswirt der Sozialwirtschaft nennen darf.

Die Voraussetzungen für die offene Jugendarbeit sind gut in Pinnebergs Norden. Es gibt eine hohe Durchlässigkeit zwischen Schulzentrum und Club Nord. „Wir haben unsere Öffnungszeiten entsprechend angepasst“, sagt Schwänke. „Wir wollen erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen direkt aus dem Unterricht zu uns kommen.

Orke Schwänke ist 23 Wochenstunden im Club Nord, unterstützt zudem die Sozialarbeit am benachbarten Schulzentrum. Er ist quasi ein Ein-Mann-Team, kann aber bei der Arbeit auf externe Hilfskräfte zurückgreifen. Aktuell bietet der Club Nord ein Osterferienprogramm an. „Auch im Sommer wollen wir eine der Ferienwochen öffnen.“ Besucht wird der Jugendtreff von Jungen und Mädchen im Alter von elf bis 16 Jahren. Im Schnitt nutzen täglich 30 bis 40 Kinder und Jugendliche die Einrichtung am Schulenhörn. Dort stehen zwei Räume, ein Büro sowie ein großzügiges Außengelände zur Verfügung.

Die Leitungsstelle zu besetzten – kein ganz leichtes Unterfangen, wie Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann anmerkt. „Wir haben derzeit große Schwierigkeiten, qualifiziertes Fachpersonal zu finden“, sagt er. Begründet seien die Probleme nicht zuletzt in der unterdurchschnittlichen Bezahlung von Erziehern. „Den Job macht heute keiner mehr, nur um sein Geld zu verdienen“, so Bohmann. Das sei mittlerweile eher eine Liebhaberangelegenheit.

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