zur Navigation springen

Pinneberg : Der Neue im Büro der Bürgermeisterin

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Asyl-Konzept, Pressearbeit, Marketing: Seit Anfang Oktober leitet Marc Trampe das Büro der Pinneberger Bürgermeisterin.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Nein, über zu wenig Arbeit kann er sich nicht beschweren. Seit Anfang Oktober leitet Marc Trampe das Büro der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg. Im Rathaus ist er ein Mann für fast alle Fälle. Trampe steht den Medien Rede und Antwort. Er kümmert sich um die Marketing-Strategie der Stadt. Und hat nebenbei ein Konzept zur Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern entworfen. „Der Alltag holt einen schnell ein“, sagt der 33-Jährige, der Steinberg den Rücken freihalten soll.

Arbeitszeiten spielen für den gebürtigen Hamburger eine untergeordnete Rolle. Er will flexibel sein, besucht derzeit regelmäßig die politischen Sitzungen am Abend – und arbeitet auch mal am heimischen Schreibtisch weiter. „Ich begreife uns in der Stadtverwaltung als Dienstleister gegenüber Bürgern und Politikern“, sagt Trampe, der zuvor jahrelang beim Kreis Pinneberg für Öffentlichkeitsarbeit zuständig war.

Vier Kollegen sind dem 33-Jährigen zugeordnet. Er selbst ist direkt Steinberg unterstellt. Der Weg zur Chefin ist kurz. Sein Büro liegt direkt neben dem der Bürgermeisterin. Er fühle sich angenommen und angekommen, sagt Trampe. Auch wenn das in seinem direkten Arbeitsumfeld noch nicht so ausschaut. Die Wände sind kahl. Auf dem Boden stehen Kartons. Privates findet sich nicht. Ihm gehe es nicht um Optik, er habe zunächst Wert darauf gelegt, arbeitsfähig zu sein. „Aber mein Sohn bringt mir jeden Tag Bilder aus der Kita mit, davon könnte bald eines hier hängen.“

Im Umgang mit seinen Kollegen setzt Trampe vor allem auf eines – Kommunikation. Mit allen Fachbereichsleitern habe er bereits Gespräche geführt, ebenso mit einem Großteil der Fachdienstleiter. „Ich bin sehr freundlich empfangen worden“, sagt der Wahl-Pinneberger. Der Wechsel vom Kreis zur Stadt – für ihn keine Frage des Geldes. Vielmehr habe ihn die Aussicht gereizt, näher bei den Menschen zu sein. „Was im Rathaus entschieden wird, wirkt direkt auf die Bürger.“ Pinneberg sei zudem eine Stadt im Aufbruch. Trampe richtet den Blick aus dem Fenster, wo Bagger das alte Arbeitsamt abreißen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. „Städtebaulich tut sich viel“, sagt er.

Von der Politik hat er einen positiven Eindruck gewonnen. „Es wird effizient gearbeitet“, sagt Trampe, der sich vorgenommen hat, als Rathaussprecher „die Stärken dieser Stadt herauszuarbeiten“.

Eines der wichtigsten Projekte Marc Trampes ergibt sich aus der Frage, wie Pinneberg Obdachlose und die steigende Zahl an Asylbewerbern unterbringen will. Er wird der Politik ein Konzept vorlegen. Trampe schlägt vor, eine so genannte Task-Force Asylbewerber zu bilden. In der Gruppe sollen die verschiedenen Fachbereiche im Rathaus zusammenarbeiten. Zudem soll ein Runder Tisch ins Leben gerufen werden. Ziel ist ein Netzwerk, zu dem Behörden, Jobcenter und Bildungsträger gehören.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen