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Jetzt rollen die Bagger : Der Neubau der kooperativen Regionalleitstelle West nimmt Formen an

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ab Sommer 2018 sollen die Notruf-Disponenten im Neubau arbeiten können. Demografischer Wandel bereits bedacht.

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erstellt am 29.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Erst musste der Wald weg, jetzt rollen die Bagger: Auf dem Gelände der Kooperativen Regionalleitstelle West tut sich einiges, damit der im Mai vom Kreistag beschlossene Neubau Form annimmt. Aktuell wird ein Erdwall abgetragen sowie Wasserleitungen verlegt. Bis Ende Dezember soll zudem noch eine Baustraße entstehen. Damit rückt der Neubau, der die aktuelle Leitstelle ersetzt, die durch zahlreiche technische Mängel nicht als Leitstelle geeignet ist.

Eines der größten Probleme war die Lüftungsanlage innerhalb des Gebäudes. „Die Kollegen sehen jetzt Perspektive, aber man kann sich vorstellen, dass die Stimmung auch anders war“, sagt Setphan Bandlow, Leiter der Regionalleitstelle West. Viele der Baumängel könnten nicht im laufenden Betrieb der Leitstelle behoben werden.

Im Sommer 2018 sollen daher in dem Neubau auf dem Gelände direkt gegenüber von der alten Leitstelle die Notrufe für Polizei und Feuerwehr aufgenommen werden. „Gemeinsam unter einem Dach zu arbeiten ist ein echtes Erfolgsmodell“, sagt Bandlow. Zwischen Rettungsdienstdisponenten und Polizeidisponenten gebe es tägliche Besprechungen.

So  soll die Kooperative Regionalleitstelle West im Jahr 2018 aussehen. (Quelle: Moka-studio und Trapez-Architektur)
So soll die Kooperative Regionalleitstelle West im Jahr 2018 aussehen. (Quelle: Moka-studio und Trapez-Architektur)
 

Außer verbesserten Arbeitsbedingungen für die knapp 90 Mitarbeiter wird die neue Leitstelle, so Bandlow, auch den Bedürfnissen der Rettungsleitstelle gerecht. Denn diese benötige im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel mehr Kapazität. „Statistisch gesehen sieht ein 95 Jähriger einmal im Jahr einen Rettungswagen, ein Schulkind nicht“, so Bandlow. In den Planungen ist daher Platz für zusätzliche Disponenten vorgesehen.

Der Neubau wird den Kreis Pinneberg 17.397.158,94 Euro kosten. Dem gegenüber stehen Mieteinnahmen, denn das Land Schleswig-Holstein wird den polizeilichen Teil der Leitstelle mieten. Die Leitstellentechnik muss darüber hinaus noch angeschafft werden. „Eine Erneuerung wäre dann sowieso dran“, sagt Hauptkommissar Jens Jacobsen, ebenfalls Leiter der Kooperativen Leitstelle. Wie die künftige Nutzung des alten Gebäudes aussehe, sei noch unklar, so Kerstin Kiesel vom Fachdienst Gebäudemanagement des Kreises Pinneberg.

Seit 2010 werden die Notrufe im Bereich Brand-, Katastrophenschutz, Rettungsdienst sowie Polizei für die Kreise Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg in Elmshorn entgegengenommen. Die Arbeitsbedingungen, in dem im Rahmen einer öffentlichen-privaten Partnerschaft gebauten Gebäude, waren von Anfang an nicht gut. So war der Brandschutz nicht ausreichend und die  Klimatisierung der Arbeitsräume problematisch. So reichte die Lüftung nicht aus, um die Duschen und WCs zu betreiben, so dass die Mitarbeiter in Container auf dem Parkplatz ausweichen mussten. Die Kreisverwaltung rüstete daraufhin eine  Lüftungsanlage nach. Die Miete wurde 2011 gekürzt, Mitte 2012 wurden die Zahlungen eingestellt. Seit 2013 ist das Gebäude im Besitz des Kreises Pinneberg.  Im Mai wurde  der Neubau der Leitstelle beschlossen.
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