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Kreis Pinneberg : Der milde Winter macht den Jägern zu schaffen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Insbesondere die Marschreviere sind nach Dauerregen zu nass. Der Schießstand in Heede dagegen wird gut angenommen. Schon 220.000 Tontauben wurden verbraucht.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | „Die Jagdsaison im Winter war leider bescheiden, da es zu viel geregnet hat und in den Marschrevieren an vielen Stellen gar nicht an Jagd zu denken war“, sagte Claus Kahlke, Leiter des Hegerings IV am Freitag auf der jährlichen Hegeringversammlung. Viele Gesellschaftsjagden seien ausgefallen oder nur im geringeren Umfang durchgeführt worden.

Kahlke erinnerte an die Eröffnung des Schießstands in Heede, der in den vergangenen zwei Jahren für etwa 200.000 Euro – davon ein Viertel Eigenleistungen – renoviert und im vergangenen Jahr eröffnet worden war. „Der Schießstand ist wirklich super geworden und es lohnt sich, dort hinzufahren“, bilanzierte der Hegeringleiter.

Auch Hans Wörmcke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Pinneberg, zog eine positive Bilanz: „Der Schießstand läuft gut und wird angenommen.“ Etwa 220.000 Tontauben seien im vergangenen Jahr abgeschossen worden. Pro Trainingsserie werden 15 Stück eingesetzt, was mehr als 14.600 Schießeinheiten auf der Anlage bedeutet. „Der Stand ist kostendeckend und daher haben wir für die kommenden beiden Jahre weitere Sanierungen geplant“, teilte Wörmcke mit. Etwa 80.000 Euro sollen in die Infrastruktur investiert werden. Geplant seien eine neue Heizung für das Vereinsheim in Heede sowie ein neuer Kugelfang für den „laufenden Keiler“. Der Landesjagdbund habe bereits eine Förderung zugesagt. 25 Prozent der Summe müssten selbst finanziert werden. „Ein guter Schießstand wird immer wichtiger für uns Jäger. Der Schießnachweis soll kommen und ich bin sicher, dass er für Flinte und Büchse kommt“, sagte Wörmcke.

Außer den jagdlichen Aufgaben hat Wörmcke sich für das kommende Jahr ein weiteres Thema auf die Fahnen geschrieben: „Wir wollen das Ansehen der Jäger in der Öffentlichkeit verbessern.“ Oftmals seien die Aufgaben und die Bedeutung für die Natur nicht deutlich. „Wir sind eine Naturschutzorganisation und leisten sehr viel in diesem Bereich“, sagte Wörmcke. Er beobachte derzeit, dass sich immer mehr Raubwild wie Maderhunde, Dachse oder Füchse in Naturschutzgebiete zurückzögen, in denen nicht gejagt werden dürfe. „Dort finden sie ein Paradies vor“, sagte Wörmcke mit Blick auf die zahlreichen Bodenbrüter, die als Beute dienten. „Wenn die Fallenjagd weiter eingeschränkt wird, sind die Bodenbrüter bald weg“, prognostizierte Wörmcke.

Holger Lang aus Appen wurde von den Hegeringsmitgliedern zum neuen Schriftführer gewählt. Jungjäger Maximilian Schäfer ergänzt den Vorstand als stellvertretender Schießwart. Zudem wurde die seit zwei Jahren vakante Position des Jagdhundeobmanns mit Tanja Koelbel, Züchterin von Großen Münsterländern, wieder besetzt.

Helmuth Duwe wurde während der Jahreshauptversammlung für 40 Jahre Mitgliedschaft im Hegering IV ausgezeichnet. Und auch sportlich konnte Kahlke Erfolge vermelden. Simone Freyermuth wurde zum vierten Mal in Folge Landesmeisterin und die Mannschaft des Hegerings IV feierte die erfolgreiche Titelverteidigung auf Landesebene.

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