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Wohnungsbau in Halstenbek : Der Lockruf des Speckgürtels ist ungebrochen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Halstenbek wohnen, in Hamburg einem Job nachgehen. Droht Halstenbek das Schicksal einer Schlafstadt?

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Halstenbek | „Die Gemeinde Halstenbek grenzt direkt an Hamburg und ist einer der beliebtesten Wohnorte im Speckgürtel der Großstadt.“ Ein Satz wie aus einer Werbebroschüre. Stimmt. Aber er ist auch ein Leitfaden: für Verwaltung und politische Entscheidungsträger. Sie wissen um das Potenzial ihrer Gemeinde. Erst jüngst im Rat wurde ein Paket im Schulterschluss mit der Hamburger Greve-Familie mit 99 Wohneinheiten südlich der Gärtnerstraße abgesegnet. Ein aktuelles Projekt spiegelt ebenfalls die rasante Entwicklung wider: der Petersgarten.

Ort: Eidelstedter Weg. Rechtzeitig zum 15. August wird eine Kita für 100 Kinder gebaut, mit drei Elementar-, zwei Krippen- und einer Familiengruppe (zehn Elementar-, fünf Krippenplätze). Direkt neben dem Areal – B-Plan 79 – entsteht ein neues Wohnquartier: der besagte Petersgarten.

Im Detail: Insgesamt werden sieben Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohneinheiten in einer Größe zwischen 441 bis 709 Quadratmetern Grundstücksgröße entwickelt. Von HS Bauteam betreut. Ein Magnet: Außer dem Grundstück Nummer 5 mit 692 Quadratmetern für 255.625 Euro ist alles vergriffen.

In Halstenbek wohnen, in Hamburg einem Job nachgehen. Halstenbek als Schlafstadt. Mit der A23 und S-Bahnanschlüssen vor der Tür: Es ist eine Gratwanderung, über die sich beispielsweise Grünen-Politiker und Ratsherr Jürgen Malke den Kopf zerbrechen. Er wolle Schluss machen mit der Bodenversiegelung, Schluss machen mit der Genehmigung für immer mehr Wohnungsbau mit Familien mit Kindern. Schluss machen, sich befreien von der Last „Schaffung von Infrastruktur“ für Kita- und Schulplätzen als Konsequenz.

Aber er weiß auch um den Kompromiss, den er eingehen muss. Und den er jüngst im Rat öffentlich äußerte: Wer Gewerbe und Gewerbesteuern wolle, müsse auch Wohnungsbau zulassen. Malke spielte an diesem Abend auf die Diskussion um den Deal mit der Greve-Familie an – Gewerbe und Wohneinheiten gebe es eben nur im Paket.

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