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„KJR muss erhalten bleiben“ : Der Kreisjugendring kritisiert abgelehnte Förderung durch den Kreis

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreisjugendring kritisiert, dass Kreis eine Erhöhung der Förderung abgelehnt hat. Verband wird 70 Jahre alt.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Positiv ist das Jahr 2016 für den Kreisjugendring (KJR) Pinneberg verlaufen. Das berichtete Vorsitzender Mats Hansen während der Vollversammlung vor etwa 60 Mitgliedern und Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Gesellschaft, Vereinen und Verbänden in der Jugendbildungsstätte (Jubi) in Barmstedt. Er fügte jedoch einen Wehmutstropfen hinzu. „Um die Jugendverbandsarbeit zukunftsfähig zu erhalten, benötigen wir ausreichende finanzielle Unterstützung“, sagte er. Die Personalkosten beim KJR seien enorm angestiegen, so dass diese den Zuschuss vom Kreis übersteigen. Der Antrag auf höhere Förderung sei vom Kreis abgelehnt worden. „Die Institution als KJR muss erhalten bleiben“, betonte er. „Ohne verlässliche Förderung, die wir für weiterhin gute Arbeit benötigen, fühlen wir uns etwas im Regen stehen gelassen, zudem ist die Absage eine Ohrfeige für die ehrenamtliche Arbeit“, wurde Hansen deutlich. Er ging auf die Aktivitäten 2016 ein. Die Bettenauslastung in der Jubi sei gut gewesen, ebenso die Mietung der Räumlichkeiten und die Buchung der Vollverpflegung. „Wir haben etliche lebendige Projekte durchgeführt, mit der Aktion Ferienpass haben durch unsere Vernetzung mit Willkommensteams etliche Flüchtlingskinder an den Aktionen teilnehmen können“, sagte er. Die Anzahl der Betreuer und der jugendlichen Teilnehmer sei zwar etwas rückläufig. Das müsse jedoch positiv gesehen werden. „Viele Gemeinden stellen selbst Ferienaktionen auf die Beine, die wir ihnen vorgemacht haben“, so Hansen. Der KJR bemühe sich stets, neue Lebensdarstellungen umzusetzen wie etwa den betreuenden Frühdienst bei Aktionen.

„Wir sind sehr stolz auf die vielen Betreuer, die für die Kinder ihre Zeit und sogar Urlaubstage opfern“, sagte Hansen. Nach vorn blickend sagte er: „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie die Jugendverbandsarbeit zukunftsfähig sein kann.“ Das Konzept habe Inhalte wie Demokratie lebendig erleben, Integration, Inklusion und Kinderschutz. „Wir haben noch viele Ideen, die Jugend- und Verbandsarbeit zu gestalten aber ohne ausreichende finanzielle Unterstützung wird es ein hartes Brot“, sagte er. Trotzdem freue sich der KJR in diesem Jahr 70. Geburtstag feiern zu können. Das Familienfest am 10. September feiert der KJR gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband und dem Medienpartner A. Beig-Verlag auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch. KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau gab einen Vorblick auf das Fest. „Es wird das Highlight 2017“, sagte er und zählte Aktivitäten auf wie Kinderolympiade, THW-Riesenrutsche, Zirkuszelt, Mega-Kicker, Hundestaffel der Hamburger Polizei, Shows und Musik auf Bühnen, Kletterturm und vieles mehr. „Es gibt keine Info-Stände, wir bieten ausschließlich Aktivangebote an“, so Waschkau. Aufgenommen als außerordentliches Mitglied wurden die Schulen für eine lebendige Unterelbe e.V..

Maren Schramm stellte ihren Verein für eine Mitgliedschaft vor.
Maren Schramm stellte ihren Verein für eine Mitgliedschaft vor. Foto: Helga Pergande
 

Maren Schramm, Schulleiterin der Anne Frank Schule Elmshorn, stellte den Verein vor. Schüler verschiedener Schulen würden etwa die Fließgewässer der Region chemisch und physikalisch untersuchen. Die Förderung des Natur- und Umweltschutzgedanken stehe im Vordergrund. Die zahlreichen Grußworte der Gäste beinhalteten lobende Worte für die Jugendarbeit des KJR. Er wecke Begeisterung für das Ehrenamt und für demokratische Prozesse, und er fördere Integration.

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