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Kreis Pinneberg : Der Kreis startet ein Gesundheitsprogramm

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen können an Workshops teilnehmen. Beschäftigte stellen Arbeitgeber gutes Zeugnis aus.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2015 | 12:15 Uhr

Elmshorn | Die Volkshochschulen (VHS) in der Region und der Kreis Pinneberg bieten ab sofort ein gemeinsames Gesundheits- und Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter kommunaler Behörden an. Mit dem Projekt schließt die Kreisverwaltung nun den dreijährigen Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ab.

„Die Gesundheit ist unsere wichtigste Ressource. Deswegen haben wir 2012 in Zusammenarbeit mit der Krankenversicherung Barmer GEK begonnen, ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen“, sagt Carola Newiger von der Stabstelle Arbeitsschutz in der Kreisverwaltung. Gemeinsam mit der Versicherung wurden Vorträge und Workshops entwickelt, etwa zu den Themen Ernährung, Entspannung, Rückenleiden und Suchtprävention. Die Barmer GEK bietet die Kooperation zur Einführung eines BGM bundesweit an. Gestern hat Bezirksgeschäftsführer Werner Siedenhans Landrat Oliver Stolz ein Zertifikat übergeben und damit den erfolgreichen Start des BGM in der Kreisverwaltung bestätigt.

Erstmals hat die Kreisverwaltung auch eine Gesundheitswoche veranstaltet. An der Kurt-Wagener-Straße werden noch bis heute Vorträge gehalten und Beratungen angeboten. Besonders beliebt ist etwa ein Simulator, mit dem die Mitarbeiter der Verwaltung „betrunken“ Autofahren oder ihre Reaktion beim Bremsen testen können. Im Foyer der Konferenzsäle gab es zudem eine Bar, deren Barkeeper Lust auf alkoholfreie Cocktails machten.

„Die Angebote werden bei den Kollegen immer beliebter. Und in Sachen Gesundheitsförderung ist beim Kreis viel passiert. Inzwischen sehe ich auch immer häufiger Kollegen an den Veranstaltungen teilnehmen, die früher sehr skeptisch waren“, sagt Oliver Carstens, 16 Jahre lang Mitarbeiter des Umweltamts und heute Pressesprecher der Verwaltung. Die Resonanz und die Zufriedenheit habe während der vergangenen drei Jahre deutlich zugenommen.

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„Die Gesundheit ist
unsere wichtigste Ressource.“

Carola Newiger
Arbeitsschutz
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Die Barmer GEK hat sowohl 2012 als auch 2015 eine Umfrage unter den etwa 800 Mitarbeitern der Kreisverwaltung gemacht und so Daten zur Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz erhoben. Das Ergebnis falle positiv aus, wie Carstens sagt. Vor allem die psychische Belastung habe gegen den bundesweiten Trend abgenommen.

Für die Untersuchung hatte die Versicherung allen Mitarbeitern Fragebögen ausgehändigt. Die Rücklaufquote lag bei 78,4 Prozent im Jahr 2012 und bei 66,4 Prozent im Jahr 2015. Hätten 2012 noch 32,6 Prozent der Befragten angegeben, häufig an Unruhe und Nervosität zu leiden, seien es 2015 noch 26,9 Prozent. Der Anteil derjenigen, die gesagt hätten, unter Müdigkeit zu leiden, sank demnach von 37,4 Prozent auf 28,6 Prozent. Schlafstörungen hätten in der ersten Umfrage 32 Prozent angegeben, in der zweiten 26,8 Prozent.

Positiv hätten sich die Mitarbeiter über den Führungsstil ihrer Vorgesetzten geäußert. Sie bewerteten unter anderem Fairness, Offenheit, Verlässlichkeit und Freundlichkeit. Auch die Zusammenarbeit der Kollegen untereinander sei positiv beurteilt worden. Beide Einschätzungen sind nach Angaben der Verwaltung und der Barmer GEK 2015 ebenfalls besser ausgefallen als 2012.

Ob sich die positive Entwicklung auch in einem Rückgang der krankheitsbedingten Fehlzeiten niederschlägt? „Das haben wir noch nicht ausgewertet“, sagt Carstens. Und Newiger sagt: „Für mich stehen die Fehlzeiten nicht im Mittelpunkt. Es geht vor allem um die höhere Produktivität gesunder Mitarbeiter.“

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