zur Navigation springen

Politiker für Olympia in Hamburg : Der Kreis Pinneberg unterstützt die Olympischen Spiele

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

CDU, SPD, Grüne und FDP sprechen sich für Hamburg als Austragungsort aus.

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Selten sind sich die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und der fraktionslose Burghard Schalhorn (Wählergemeinschaft) so einig gewesen wie am Mittwochabend, als es um die Unterstützung der Bewerbung Hamburgs um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahr 2024 oder 2028 ging. Besonders Kerstin Seyfert (CDU), Vorsitzende des Sportausschusses des Pinneberger Kreistags, freute sich darüber, „dass der olympische Geist in den Kreistag eingezogen ist“. Denn gemeinsam stimmten sie für eine Unterstützung der Bewerbung. Lediglich der Linke Klaus-Dieter Brügmann und der Pirat Sven Lange wetterten gegen das Bekenntnis zu dem Sportereignis. Nicht jedoch aufgrund des sportlichen Aspekts, sondern wegen des ökonomischen.

Die vier Fraktionen umfassende Allianz war sich sicher, dass bei einem Zuschlag für die Stadt Hamburg auch „erhebliche Chancen für die Entwicklung im Kreis Pinneberg“ bestünden. „Es bestehen die Chancen für den Sport und Möglichkeiten für Investitionsprogramme für unsere Infrastruktur und zur Stärkung unserer regionalen Wirtschaft auf der Basis einer nachhaltigen und umweltschonenden Planung“, so CDU, SPD, Grüne und FDP unisono. Brügmann sah das nicht so. Er sagte am Rednerpult: „Dass eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs Auswirkungen auch auf die umliegenden Kreise haben wird, liegt auf der Hand. Nur welche, das ist die Frage, auf die es bis jetzt keine Antworten gibt.“ Es gibt laut Brügmann keine „seriöse“ Kostenschätzung. Die Summe könnte sich nach ersten in den Medien veröffentlichten Prognosen zwischen fünf und 14 Milliarden Euro betragen, sagte Brügmann. „Zudem ist nicht abschätzbar, welche Kosten auf den Kreis durch eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs im Bereich der Verkehrsinfrastruktur zukommen wird“, so der Politiker. Deshalb könne er „ein Event, für das noch keinerlei belastbare Informationen, auch über Kosten und Risiken, vorliegen“, nicht „lauthals“ begrüßen.

Das sahen die sportpolitischen Sprecher der anderen Fraktionen anders. Für Burkhart Stratmann (Grüne) etwa gehöre es im Sinne einer „guten Nachbarschaft“ dazu, sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Zudem sei es eine gute Gelegenheit, ähnlich wie während der Fußballweltmeisterschaft 2006, ein positives Deutschlandbild in die Welt zu tragen. „Das ist ein Imagegewinn, der nicht zu bemessen ist“, sagte er. Die Entscheidung, ob Deutschland Hamburg oder Berlin ins internationale Rennen schickt, fällt im März.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen