180 registrierte Fälle : Der Kreis Pinneberg leidet unter der Grippewelle

Es wird gehustet, geschnieft und gefiebert im Kreis Pinneberg.

Es wird gehustet, geschnieft und gefiebert im Kreis Pinneberg.

Die Grippewelle hat den Kreis Pinneberg nicht nur erreicht, sie hat ihn fest im Griff. 

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19. Februar 2018, 10:23 Uhr

Kreis Pinneberg | Es wird gehustet, geschnieft und gefiebert: Die Grippewelle hat den Kreis Pinneberg nicht nur erreicht, sie hat ihn fest im Griff. Im Januar wurden im  Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg 180 Fälle registriert. So viele gab es seit Jahren in diesem Monat nicht mehr. Und auch aktuell ist kein Ende der Grippewelle abzusehen.

Im vergangenen Jahr war es mit 139 Fällen im Januar schon heftig im Kreis Pinneberg. Doch dieses Jahr wurde es mit 180 Fällen noch schlimmer. Im Februar 2017 erreichte die Grippewelle ihren Höhepunkt: 429 Erkrankte wurden damals registriert. Das könnte dieses Jahr jedoch übertroffen werden. 286 Fälle wurden dem Kreisgesundheitsamt bislang gemeldet – und der Monat ist erst zur Hälfte rum.

„Mehr als jeder zweite Abstrich ist positiv“, berichtet ein Arzt aus Elmshorn im Gespräch gegenüber shz.de. Und damit meint er nicht einen eher harmlosen grippalen Infekt, sondern die durchaus gefährliche Influenza.

Auch wenn mit 180 Erkrankten der Januar ein Rekord-Grippe-Monat war: Tatsächlich sind wohl weitaus mehr Menschen betroffen gewesen. Da sind sich Gesundheitsexperten einig. Denn nicht jeder Arzt erkenne, dass sein Patient an einer Influenza und nicht an einem grippalen  Infekt erkrankt ist. Zudem gingen nicht alle Erkrankten zum Mediziner. Wenn allerdings ein Doktor den Verdacht hat, dass einen Patienten die  Influenza erwischt hat, lässt er einen Abstrich machen. Diese Probe wird  dann in einem Labor untersucht. Das Ergebnis wird  nicht nur dem behandelnden Arzt, sondern auch dem Kreisgesundheitsamt übermittelt. Zudem werden die Landesmeldestelle und das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert. 

Laut RKI kann die Krankheit besonders für Ältere, Schwangere und chronisch Kranke lebensbedrohlich werden. Nach Angaben des Instituts gab  es in Deutschland die   meisten Todesfälle in den vergangenen  Jahren mit geschätzten 21300 in der Grippesaison 2014/15. Damals erreichte die Grippewelle im Kreis Pinneberg mit 190 registrierten Fällen im März ihren Höchststand. 

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