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Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung : Der Kreis Pinneberg ist mit Ärzten gut versorgt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vom Psychotherapeuten bis zum Hautarzt: Laut Kassenärztlicher Vereinigung gibt es in allen Bereichen genügend Mediziner im Kreis Pinneberg. Allerdings varriieren die Wartezeiten auf eine Routineuntersuchung für Kassen- und Privatpatienten stark.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Krank werden möchte niemand. Doch das lässt sich nicht immer verhindern. Wichtig ist dann, dass Kranken geholfen werden kann. Und das ist im Kreis Pinneberg der Fall. Die Versorgung mit Medizinern aller Fachrichtungen ist bestens. Vor allem Hautärzte und Psychotherapeuten sind reichlich vorhanden. Mehr noch: Weitere Ärzte würden derzeit keine Zulassung bekommen. Das geht zumindest aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein hervor.

Beim Schmuddelwetter der vergangenen Tage holt man sich schnell eine Erkältung. Für Linderung sorgt da ein Allgemeinmediziner. Hat einen eine Magen-Darm-Grippe erwischt, ist der Hausarzt ebenfalls zur Stelle. 292 Allgemeinmediziner stehen zur Versorgung erkrankter Menschen in der „Metropolregion Südwest“, zu der der Kreis Pinneberg gehört, bereit.

Zur „Metropolregion Südwest“ gehören außer dem Kreis Pinneberg Teile der Kreise Steinburg und Segeberg. Dieser planerische Bereich, in dem knapp 500 000 Menschen leben, ist von der KV so eingeteilt worden. „Bei der Wahl ihres Hausarztes überschreiten viele Menschen die Kreisgrenzen,“ so die Begründung von KV-Sprecher Marco Dethlefsen. Mit 292 Hausärzten ist die „Metropolregion Südwest“ ausreichend versorgt, so die KV. Weitere Hausärzte würden derzeit keine Zulassung für den Planungsraum bekommen.

Bei allen anderen medizinischen Fachrichtungen beschränkt sich der Planungsraum auf den Kreis Pinneberg. Die Bedarfsplanung macht der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, der zu gleichen Teilen mit Vertretern der Krankenkassen und der Ärzte besetzt ist. Die Planer sehen Handlungsbedarf, wenn die Versorgung 110 Prozent ihrer Vorgaben unterschreitet.

Nach diesen Vorgaben leben die Patienten im Kreis Pinneberg fast schon in einem medizinischen Versorgungsparadies. Denn in allen Fachbereichen werden die Vorgaben der Bedarfsplanung zum Teil deutlich überschritten. Besonders deutlich ist das bei Hautärzten. 15 davon gibt es im Kreis Pinneberg, das entspricht laut KV einer Versorgungsquote von 209,1 Prozent. Ebenfalls gut ausgestattet ist der Kreis Pinneberg mit Psychotherapeuten (59; 178,9 Prozent), Kinderärzten (20; 166,6), Orthopäden (19; 165,1 Prozent), Chirurgen (10; 155 Prozent) und Nervenärzten (14; 154,2 Prozent). Nicht ganz so gut, aber laut Bedarfsplanung immer noch mehr als bestens versorgt ist der Kreis Pinneberg mit Urologen (8; 135,6 Prozent), HNO-Ärzten (12; 135,2 Prozent), Augenärzten (17; 134,6 Prozent) und Frauenärzten (30; 130,6 Prozent). Trotz dieser kreisweit guten Versorgung, kann es in einzelnen Orten durchaus zu Versorgungsengpässen kommen. „Die Zulassung gilt für den gesamten Kreis Pinneberg. In welchem Ort sich die Ärzte niederlassen, können sie selbst entscheiden“, sagt Dethlefsen.

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