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Positives Wachstum prognostiziert : Der Kreis ist wirtschaftlich potent

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft zieht Bilanz und stellt Aufgaben für die Zukunft dar.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (Wep) attestiert der wirtschaftlichen Entwicklung der Region ein positives Wachstum. Das geht aus ihrem nun veröffentlichten Geschäftsbericht für das vergangene Jahr hervor. Bei dieser Beurteilung fällt nach Wep-Angaben insbesondere die Tatsache ins Gewicht, dass 3200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Pinneberg stand am Ende des Jahres 2016 mit 89.811 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten an der Spitze aller Kreise in Schleswig-Holstein, obwohl in anderen Kreisen sogar noch mehr neue Stellen eingerichtet wurden. Vor allem der Dienstleistungssektor ist laut Wep gewachsen: Den Löwenanteil der 3200 neuen Arbeitsplätze machen etwa 2000 neuen Stellen in der Immobilien- und Beratungswirtschaft aus. Zusätzlich wurden 900 neue Arbeitnehmer im Handel und in der Logistik eingestellt.

Als positiv bewertet die Wep außerdem, dass der Kreis Pinneberg in der Summe mit 133 Millionen Euro und in der Pro-Kopf-Betrachtung mit 1566,44 Euro über die höchsten Gewerbesteuereinnahmen im Land verfügt. Gewerbesteuereinnahmen stellen allgemein einen wichtigen Faktor für die ganzheitliche Entwicklung der Kommunen dar: Denn je mehr eine Kommune einnimmt, desto mehr kann sie auch ausgeben. Kritisch zu sehen ist jedoch, dass Städte mit großen Gewerbeflächen und Autobahnanschlüssen über ein weitaus höheres wirtschaftliches Potenzial verfügen als Städte ohne und auf diese Weise auch mehr Gewerbesteuern einnehmen.

Auch der Blick in die Zukunft fällt laut Geschäftsbericht 2016 positiv aus. Für die künftige Entwicklung der kreiseigenen Wirtschaft sei der überdurchschnittlich hohe Anteil an Beschäftigten mit einem akademischen Abschluss vorteilhaft. Ein hoher Bildungsgrad der Arbeitnehmer sei relevant, da sich die wirtschaftliche Entwicklung immer mehr auf technologische Fortschritte stützen werde. Lässt man die Städte Flensburg, Kiel und Lübeck mit ihren hohen Anteilen an Universitäten und Fachhochschulen außer acht, liegt der Kreis Pinneberg mit 10,8 Prozent Akademikern an allen Beschäftigten an der Landesspitze. Zu den herannahenden Herausforderungen zählen auf Kreis- genauso wie auf Bundesebene nach Wep-Angaben der zunehmende Fachkräftemangel und der demographische Wandel. Landrat und Vertreter des Hauptgesellschafters Oliver Stolz bekräftigte im Geschäftsbericht, dass die Integration und berufliche Qualifikation junger Flüchtlinge eine Chance für die hiesige Wirtschaft bedeute.

Ein weiteres Problem stelle die wachsende Gewerbeflächennachfrage dar. Insbesondere die Bereitstellung von Grundstücken, die größer als 10  000 Quadratmeter sind, stelle den Kreis Pinneberg vor eine Hürde, denn in der Region seien kaum noch freie große Flächen vorhanden. Hinzu käme, dass die Gewerbegebiete in Tornesch, Klein Offenseth-Sparrieshoop und Elmshorn generell nur noch über einzelne Grundstücke verfügten. Die Schaffung neuer Gewerbeflächen sei jedoch existenziell, damit neue Unternehmen an den Standort Kreis Pinneberg ziehen und um bereits angesiedelten Unternehmen Expansionsmöglichkeiten bieten zu können.

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