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Drostei in Pinneberg : Der Kreis hat jetzt einen landesweiten Kulturknotenpunkt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Landeskulturministerin Anke Spoorendonk übergibt das offizielle Ernennungsschreiben an die künstlerische Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Das Land hat die Drostei in Pinneberg zum Kulturknotenpunkt Schleswig-Holsteins ernannt. Gestern übergab Landeskulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) während eines Festakts in dem Kulturzentrum das offizielle Ernennungsschreiben an die künstlerische Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke.

Damit verbunden ist eine Förderzusage. Während der kommenden fünf Jahre fließen jeweils 20.000 Euro, mit denen eine halbe Stelle finanziert werden kann – wahlweise als feste Stelle oder in der Projektarbeit. „Mit den Knotenpunkten wollen wir das Kulturangebot in der Fläche sichern und die Vernetzung zwischen den Künstlern fördern“, sagte Spoorendonk. Für die Kulturschaffenden soll die Drostei auch ein Beratungszentrum sein. „Sie können sich etwa Hilfe holen, wenn sie Ausstellungen oder Auftritte konzipieren wollen oder Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit brauchen“, sagte Spoorendonk. „Ich bin Stammgast in der Drostei und habe mich sehr über die Bewerbung auf unsere Ausschreibung gefreut.“

Die Drostei ist der fünfte Knotenpunkt. Weitere Zentren gibt es mit der Nordsee-Akademie Leck für die Region Nordfriesland-Nordschleswig, mit dem Verband der Volkshochschulen in Dithmarschen für Dithmarschen und Steinburg, mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg für das Herzogtum Lauenburg und Stormarn und mit der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz für Plön-Eutin. Weitere drei könnten entstehen, wenn der Landtag das Geld bewilligt.

„Der Bescheid ist mehr als ein Geschenk. Er ist ein Vertrauensvorschuss und ein Auftrag“, sagte Fricke. Doch nirgends sei festgeschrieben, was genau die Knotenpunkte zu tun hätten. Ein Fehler? „Im Gegenteil. Es kann niemand wollen, dass jemand am Schreibtisch vorgibt, wie Kulturarbeit zu funktionieren hat. Ich freue mich stattdessen auf unsere kreative Arbeit.“ Fricke sei viel Unterstützung von den Künstlern signalisiert worden. „Das ist wie ein zweites Geschenk. In der Drostei haben wir zudem ein engagiertes, kreatives und idealistisches Team. Und mit dem Landeskulturverband einen starken Partner an unserer Seite.“

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