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Kein Container mehr : Der Komet bereitet den Umzug vor

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Pinneberger Kinder- und Jugendtreff lässt die Container hinter sich. Gestern haben die Mitarbeiter Kartons gepackt, Möbel auseinander geschraubt und die Übergangsphase im Container hinter sich gelassen.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Der Komet packt ein. Für den Sozialpädagogen und Leiter Saim Cetinkaya und seine Kids ein Grund zum Jubeln, denn die sieben Container, in denen der Jugendtreff in der Straße an der Raa seit 19 Jahren untergebracht ist, werden entfernt. Ein Neubau soll bis Frühjahr 2018 stehen.

Die Containerräume sind so gut wie leer, nur noch ein paar letzte Kisten stehen herum. Derzeit wird das Gelände für den Neubau genau vermessen, Strom, Gas und Wasser werden abgestellt. „Eine Ära geht zu Ende“, sagt Cetinkaya. „Und wir sind sehr froh.“ Er ist mit seinem Büro umgezogen in eine kleine Holzhütte – eigentlich der Werkzeugschuppen. Cetinkaya bleibt vor Ort. „Das Fußballfeld ist noch benutzbar und die Kids kommen oft vorbei, um zu helfen“, sagt er. Gemeinsam haben sie diese Woche die Container ausgeräumt. Ein Teil wurde neben dem Fußballfeld in einem großen Zelt eingelagert, ein Teil in den Räumen dem benachbarten Bauverein der Elbgemeinden. Auch das Restaurant Dubrovnik hat Hilfe angeboten. „Wir bekommen Unterstützung von überall“, sagt Cetinkaya. Den Kontakt zu seinen Schützlingen hält er über die Schule, wo er als Schulsozialarbeiter tätig ist. Er weiß: „Es ist wichtig, dass das nicht abreißt.“ Auch über Aktivitäten an der Grund- und Gemeinschaftsschule, Richard-Köhn-Straße, hat er nachgedacht. Es soll weiterhin ein Angebot für die Kinder geben, selbst wenn der Komet offiziell geschlossen ist.

Ende nach 19 Jahren: Nächste Woche werden die Komet-Container verschrottet.
Ende nach 19 Jahren: Nächste Woche werden die Komet-Container verschrottet. Foto: Felisa Kowalewski
 

In der nächsten Woche sollen die Container vom Grundstück entfernt und anschließend der Betonsockel gegossen werden. Etwa 14 Tage braucht dieser zum Trocknen, sagt der Architekt und Generalplaner Thorsten Henning aus Pinneberg. „Danach kommen die Wände, von denen einige schon vormontiert werden.“ Der Neubau bekommt ein Holzständerwerk mit Holzfassade einem angeschrägten Pultdach. Er soll in einem Rutsch sukzessive aufgebaut werden. „Wir hoffen, dass das Wetter im Winter nicht allzu schlecht wird“, sagt Henning.

360  000 Euro hat die Stadt für den Neubau bereitgestellt. Kein Luxus, aber das ist auch nicht nötig: „Wir brauchen keine vergoldeten Handgriffe, Hauptsache der Neubau ist funktional und die Kinder fühlen sich wohl“, sagt Cetinkaya. Das neue Gebäude soll ebenerdig und behindertengerecht sein.

So wird er aussehen: Der Neubau des Komet bekommt eine Holzfassade und ein angeschrägtes Dach.
So wird er aussehen: Der Neubau des Komet bekommt eine Holzfassade und ein angeschrägtes Dach. Foto: Ingenieurbüro Henning
 

Und es wird etwa die doppelte Fläche der Container haben: 15 Räume inklusive der sanitären Einrichtungen auf 200 Quadratmetern. Im Neubau werden wieder Küche und Räume für Mädchen und Jungen sowie Ruheräume vorhanden sein. Ein großer Raum von 70 Quadratmetern wird zum Freizeitbereich, ein weiterer mit 30 Quadratmetern wird ein Raum für ruhige Gespräche und Besprechungen. „Das wird ein ganz anderes Arbeiten“, sagt Cetinkaya. Erstmals ist auch Platz für einen Musikraum.

Dabei büßt die Gartenanlage an Fläche ein. „Das ist nicht gravierend“, sagt Cetinkaya. „Der Fußballplatz ist heilig, aber alles andere kann hin und her gerückt werden.“ Nächstes Jahr wird die große Einweihungsparty gefeiert – und zugleich das 20-jährige Bestehen des Komet.

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