zur Navigation springen

Der lange Weg zu einer neuen Kita : Der Kita-Bau in der Zeppelinstraße verzögert sich

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Raum für 120 Plätze, 40 im Krippen- und 80 im Elementarbereich, will der Investor, die Zeppelin Baumaschinen GmbH, in der Zeppelinstraße schaffen.

shz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Quickborn | Die Planungen für eine neue Kindertagesstätte in der Quickborner Zeppelinstraße sind überraschend ins Stocken geraten. Weil FDP, SPD und Grüne noch Beratungsbedarf haben, hat die Stadt den Mietvertrag mit dem Investor bislang nicht unterschrieben. „Diese Lösung ist eine kostenintensive, und wir sehen es als unsere Pflicht an, Optionen zu prüfen, um dann unter Umständen zu einer ökonomisch tragfähigeren Lösung zu kommen“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer. Kritik an der Entscheidung kommt von der CDU.

Deren Fraktionssprecher Bernd Weiherwarf SPD, FDP und Grünen vor, den Bau um mehrere Monate zu verzögern und damit den Eltern eine Hängepartie zuzumuten. „Es gibt keine Alternative zu der geplanten Kita“, sagte er.

Raum für 120 Plätze, 40 im Krippen- und 80 im Elementarbereich, will der Investor, die Zeppelin Baumaschinen GmbH, in der Zeppelinstraße schaffen. Bislang waren sich die Fraktionen über den Weg einig: Die Stadt mietet die Räumlichkeiten für 30 Jahre an und sichert sich eine vorzeitige Kaufoption. Für die Befürworter einer erneuten Beratung ist auch der Mietzeitraum nicht richtig gewählt. „Bislang war immer die Rede davon, dass wir einen erhöhten Bedarf für acht bis zehn Jahre haben. Vor diesem Hintergrund macht ein Mietzeitraum von 30 Jahren keinen Sinn“, so Krämer. Zudem müsse geprüft werden, ob es haushaltsrechtlich nicht deutlich sinnvoller sei, wenn die Stadt selber eine Kindertagesstätte baue.

Weiher kann das nicht nachvollziehen. Alternativen wie etwa die Nutzung leer stehender Gebäude für eine Kita seien geprüft und verworfen worden. Auch der Bau einer Einrichtung durch die Stadt kommt laut Weiher nicht in Frage. „Wir müssten von vorn anfangen, und das würde ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen.“

Grünen-Faktionschef Heinrich Kut hat die Entscheidung unterdessen verteidigt. „Wir brauchen und wollen Kita-Plätze, sehen aber eine Verschiebung in diesem Fall als nicht so gravierend an“, sagte er. Es gebe ausreichend neue Gesichtspunkte, die untersucht werden müssten, um diese Entscheidung zu rechtfertigen. Krämer teilt diese Einschätzung. „Wir wissen, dass im Krippenbereich aktuell noch 30 Eltern unversorgt sind. Hier müssen wir Abhilfe schaffen, aber wir können kein Haushalts-Harakiri betreiben“, sagte sie. Die fehlenden Plätze würden definitiv geschaffen, und es könne auch sein, dass es die Kita Zeppelinstraße werde. Weiher hat SPD, FDP und Grüne nun aufgefordert, zügig Vorschläge zu präsentieren, die schnell umzusetzen seien und „vor allem Planungssicherheit für die Eltern bieten“.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen