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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 14:02 Uhr

Der Kampf um die K 22 geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehrsausschuss Sorge auch um K 32-Pläne

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Erneut ist die geplante Kreisstraße 22 Thema im Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Pinneberger Kreistags gewesen. Die Politiker des Kreises Pinneberg und seiner Kommunen hoffen jetzt auf Tempo im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Denn dieses hatte dem Kreis im Februar mitgeteilt, dass die eingereichten Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren des Straßenbaus im Bereich des Artenschutzes noch nachgebessert werden müssten – allerdings hatten die Papiere zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr lang unbearbeitet im Landesministerium gelegen (diese Zeitung berichtete).

Mehrere der betroffenen Kommunen hatten nach dieser Nachricht in ihren politischen Gremien Resolutionen verabschiedet, mit denen sie sowohl den Kreis Pinneberg als auch das Land dazu aufforderten, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Planung und den Bau der K  22 voranzutreiben. Denn die Verzögerung, die inzwischen entstanden ist, könnte die Finanzierung der Kreisstraße gefährden: Bisher wurde Geld aus einem Fördertopf eingeplant, der für Projekte gedacht ist, die bis 2019 fertiggestellt wurden. Landrat Oliver Stolz hatte daraufhin Anfang April einen Brief an Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) geschickt, in dem er ihn darum bat, die nachgebesserten Unterlagen – die geforderte Neukartierung wird demnach bis September dauern – so schnell wie möglich zu prüfen. Zudem bat Stolz Meyer darum, bereits jetzt zu prüfen, ob das Land bereits nun eine Förderung des Projekts über das Jahr 2019 hinaus zusagen könne. Laut Kreissprecher Oliver Carstens hat Stolz bisher keine Antwort aus dem Landesverkehrsministerium erhalten.

Helmuth Ahrens (CDU), Vorsitzender des Verkehrsausschusses, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir werden als Ausschuss darauf achten, dass jetzt Druck gemacht wird, damit die K  22 möglichst schnell gebaut werden kann.“ Seine Hoffnung liege nun auf dem beginnenden Landtagswahlkampf. „Die Landespolitiker werden immer wieder mit dem Thema K  22 konfrontiert werden, wenn sie hier in der Region sind“, sagte er. Ihnen würde es bei der Wahl helfen, wenn sie bewiesen, dass sie sich für das Projekt einsetzten. „Und auch wir Kreistagsmitglieder müssen dafür sorgen, dass das Projekt vorangetrieben wird, das sind wir den Bürgern schuldig“, sagte Ahrens.

Die K  22 ist jedoch nicht das einzige Projekt, das den Verkehrspolitikern des Kreises derzeit Sorgen bereitet. Im Februar hatte der Kreistag die Erneuerung der Brücke über die Krückau im Streckenverlauf der K  23 beschlossen und ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Straße während der Bauarbeiten gesperrt und der Verkehr weiträumig umgeleitet werde. „Jetzt haben sich aber Polizei und Rettungskräfte gemeldet und uns mitgeteilt, dass sie auf diese Strecke angewiesen sind“, sagte Ahrens. Nun müsse zunächst geprüft werden, wie viel eine Behelfsbrücke kosten würde.

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