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Schul-Vandalismus in Schenefeld : Der Kampf geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Politik will aber über Veränderungen des Anreiz-Systems nachdenken.

Schenefeld | Der Kampf gegen Vandalismusschäden an den vier Schenefelder Schulen geht weiter. Das ist Konsens. Doch über die Modalitäten des Anreizsystems gehen die Meinungen auseinander. „Die Politik muss entscheiden, ob Anpassungen nötig sind“, betont Schulamtschef Axel Hedergott. Es geht um ein Stück Gerechtigkeit.

Die Vorgabe für das erste Jahr war klar definiert: Gelingt es den Schenefelder Schulen, die durch Vandalismus entstandenen Schäden an ihren Einrichtungen um 25 Prozent zu reduzieren, dürfen sie 50 Prozent des eingesparten Geldes für eigene Projekte behalten. Die Grundschule Altgemeinde und die Gemeinschaftsschule Achter de Weiden haben das Ziel erreicht. Das Gymnasium und die Gorch-Fock-Schule scheiterten. Die Stadt Schenefeld sparte insgesamt gut 8000 Euro.

Die 25-Prozent-Hürde: SPD-Chef Nils Wieruch hat Zweifel, dass diese Vorgabe auch im kommenden Jahr erreicht werden kann. „Aber der Ansatz ist weiter gut. Es ist uns gelungen, die Schulen für das Vandalismus-Thema zu sensibilisieren.“ Doch Grünen-Chef Mathias Schmitz will weg von diesem Prozent-System, schlägt vor, für die einzelnen Schulen Kennzahlen festzulegen, die es zu erfüllen gilt, um in den Genuss einer Bonuszahlung zu kommen.

Hintergrund: Schmitz hat die Vandalismuskosten an jeder Schule durch die Anzahl der Schüler geteilt. Ergebnis: Die Grundschule Altgemeinde weist mit 4,30 Euro pro Schüler den geringsten Wert auf. Gefolgt vom Gymnasium mit 9,90 Euro, der Gorch-Fock-Schule mit 13,63 Euro und der Gemeinschaftsschule mit 19,37 Euro. Von einem Kennzahlen-Modell hält OfS-Ratsherr Andreas Wilken wiederum wenig. „Damit lässt sich nur schwer arbeiten.“ Die Politik sucht nach dem richtigen Weg für das Bonus-System – gegen Vandalismus.

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erstellt am 09.Okt.2015 | 12:30 Uhr

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