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Geburtstag in Hasloh : Der „Jugendraum“ ist jetzt volljährig

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Hasloher Einrichtung für den Nachwuchs öffnete erstmals vor 18 Jahren die Türen. Viele „Ehemalige“ zu Gast.

Hasloh | Vor wenigen Tagen hat der Jugendraum Hasloh seinen achtzehnten Geburtstag gefeiert. Viele kleine und große Jugendliche kamen zum Gratulieren. Sie wollten gemeinsam mit der Seele des Hauses Martina Niehusen, liebevoll von allen nur „Tinka“ genannt, diesen besonderen Tag begehen.

Bereits seit 1999 ist die ausgebildete Erzieherin für die „Offene Kinder- und Jugendarbeit“ in Hasloh und Bönningstedt verantwortlich. Im Laufe der Jahre hat sie mit vielen Kindern und Jugendlichen gebastelt, ist Schlittschuh gelaufen, Kart gefahren und Schwimmen gewesen. Sie hat Ausfahrten begleitet nach Sylt, Helgoland und nach Flensburg zum BMX-Workshop. Es gab Graffiti, Breakdance, Mädchen-Fashiontage, Feiern, Spielen, Lachen, Quatschen und immer ein „offenes Ohr“ für ihre „Süßen“ und ihre „Hasis“, wie sie „ihre Leihkinder“ herzlich nennt. Die Liste von Aktivitäten ist jedenfalls unendlich.

Die der Besucher auch: „Das war das erste Kind“, zeigte Niehusen freudestrahlend auf Kay Sieck, der heute 25 ist. „Ich komme immer wieder gern her und insbesondere, wenn Tinka Hilfe braucht. Ich komme, seit ich denken kann“, berichtete Sieck, der im Kindergartenalter mit seinen Eltern nach Hasloh zog. „Ich war früher jeden Tag hier. Es war unser Treffpunkt. Wir haben mit Freunden Billard gespielt, im Internet gesurft oder einfach mal abgehangen“, berichtete Sarah Krause.

Toben, renovieren und auch mal abhängen

Besonders gut gefiel der heute Siebenundzwanzigjährigen, dass sie sich austoben, selbst renovieren durften und viele Ausfahrten unternommen haben. Mittlerweile hat ihre jüngere Schwester Selina (12) sie abgelöst. Michael Witt erinnerte sich mit leuchtenden Augen sogar an die Anfänge vorm JuRa: „Ich kam schon 1979 zum Kiddies-Tag in den Keller, dem heutigen Werkbereich der Peter-Lunding-Grundschule.“

So schwelgten viele der Gratulanten in ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen. Die „neuen Kleinen“ waren hingegen beschäftigt mit Plätzchenbacken als Dankeschön für die zahlreichen Spender der Tombola. Ilka Schmidt und Martina Krause mussten für die Organisation nicht lange Klinken putzen. Privatpersonen und Unternehmen aus Hasloh und Umgebung waren großzügig. Viele von ihnen waren selbst in ihrer Jugend hier gewesen. Die Geburtstagsgäste freuten sich über tolle Gewinne wie Rosenstöcke, Weihnachtssterne, „Pferdchennudeln“, Warnwesten, Gutscheine und Kleinstpreise. Nieten gab es keine.

Zahlreiche Spenden für die Tombola

Von dem Erlös der Tombola zusammen mit einer Spende vom Roten Kreuz soll ein kleines Fernsehgerät für eine Wii-Konsole angeschafft werden. Letztere konnte im vergangenen Jahr durch eine private Geldspende sehr zur Freude der Jugendlichen gekauft werden. Es war eine gemütliche Geburtstagsfeier. Auf die Fragen nach offenen Wünschen, antwortete Kay Sieck spontan: „Dass wieder mehr Kinder kommen. Es ist doch so schön hier.“

Niehusen bedankte sich indes bei den Großen: „Alles, was wir machen, wäre nicht denkbar ohne Elternmitarbeit. Toll, dass viele an die offene Kinder- und Jugendarbeit glauben. Außerdem bin ich der Gemeinde Hasloh sehr dankbar, denn das hier ist mein Traum. Es gibt keinen schöneren Job.“ Die Kinder lieben ihre „Tinka Belle“ für diese Leidenschaft und sie freut sich schon auf die „echte Volljährigkeit“ in drei Jahren.

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erstellt am 08.Dez.2016 | 16:15 Uhr

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