Niedrigste Werte seit 1992 : Der Januar schwächt den Arbeitsmarkt im Kreis Pinneberg

Aktuell sind 8760 Menschen im Kreis Pinneberg ohne Arbeit.

Aktuell sind 8760 Menschen im Kreis Pinneberg ohne Arbeit.

Das neue Jahr startet saisonal bedingt mit einer höheren Arbeitslosenquote als im Vormonat.

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01. Februar 2018, 14:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Der erste Monat des Jahres 2018 ist passé. Mit dem Januar entwickelte sich der Arbeitsmarkt saisonal bedingt schwächer als noch im Vormonatsvergleich. Auf Bundesebene nahmen die Arbeitslosen um 185.000 Personen zu. Damit steigt die Arbeitslosenquote aktuell auf 5,8 Prozent – in Zahlen ausgedrückt sind also aktuell 2,57 Millionen Menschen in Deutschland ohne Arbeit. Die Tendenz ist weiter positiv: Im Vergleich zum Januar 2017 sind die Arbeitslosenzahlen um 207.000 Personen zurückgegangen.

Kreis Pinneberg liegt im Januar-Trend

Auch die Arbeitsagentur in Elmshorn schließt ihren Bericht für den ersten Monat 2018 mit einer steigenden Arbeitslosenquote im Vormonatsvergleich. Aktuell sind 8760 Menschen ohne Arbeit. Damit steigt der Prozentwert um 0,4 Punkte auf 5,1 Prozent. Der Kreis Pinneberg spiegelt die saisonale Besonderheit des Januars wider. „Zum Jahresende liefen viele befristete Beschäftigungen im kaufmännischen Bereich aus, zudem endeten die Tätigkeiten von Produktions- und Lagerhilfen im Saisongeschäft“, erläuterte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn, das Januar-Phänomen.

Mit einem Blick auf die Statistik des Vorjahres zeigt sich allerdings auch im Kreis Pinneberg, dass die Entwicklung insgesamt positiv ausfällt. Binnen der vergangenen zwölf Monate konnten 395 Personen mehr in Lohn und Brot gebracht werden. Im Januar 2017 lag der Wert also noch bei 9155 (5,4 Prozent) Menschen aus dem Kreis Pinneberg ohne Arbeit.

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, begründet die Entwicklung: „Nicht nur der vergleichsweise milde Winter und das positive Konsumklima sind hierfür verantwortlich, sondern auch die stabile konjunkturelle Lage und eine Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau.“

Ein Risiko sieht Kenntemich im Bereich der ungelernten Arbeitern: „Die Arbeitslosenquote ist fünfmal so hoch wie für Personen mit einer Berufsausbildung. Eine gute Qualifikation bleibt der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und späterer Altersarmut“, betonte er. Vor allem der Nachwuchs solle sich schon jetzt bemühen: „Wer dieses Jahr die Schule beendet, sollte dringend aktiv werden.“

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein und Hamburg ist im Januar wie saisonal üblich angestiegen. Alle Zahlen dazu finden Sie hier.

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